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Längere AKW-LaufzeitenDer neue Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will Zusatzgewinne der Energiekonzerne durch eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken einkassieren. Die Profite aus längeren AKW-Laufzeiten sollen zumindest teilweise in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden.
Düsseldorf (afp/red) - "Längere Laufzeiten bei zumeist abgeschriebenen Kernkraftwerken bringen den Betreibern einen unverhofft großen Zusatzgewinn", sagte Brüderle dem "Handelsblatt" vom Freitag. Der Bundesregierung gehe es dabei "nicht darum, schöne Geschenke zu machen", sondern diese milliardenschweren Zusatzgewinne aus der Laufzeitverlängerung "zu einem noch auszuhandelnden Teil in den Umstieg in erneuerbare Energien zu investieren".
Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und FDP nicht konkret festgelegt, wie die Zusatzgewinne der Energiekonzerne verwendet werden sollen. "Dreh- und Angelpunkt einer solchen Investitionsoffensive in erneuerbare Energien ist die Forschung, vor allem bei der Speichertechnologie", sagte der neue Minister weiter. "So kann Deutschland seinen international führenden Platz auf diesem Gebiet behaupten."
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CDU/CSU und FDP gehen neue Wege in der Energiepolitik. Der von Rot-Grün beschlossene Atomausstieg soll gelockert werden, eine schnelle Kürzung der Förderung von erneuerbaren Energien wurde nun doch erstmal nicht festgeschrieben. Die Meinungen von Energiewirtschaft und Verbänden zum Koalitionsvertrag sind gemischt.
Die großen Energiekonzerne rechnen laut einem Bericht des "Spiegel" nicht mit einer schnellen Verlängerung der Laufzeiten ihrer Atomkraftwerke. Selbst wenn ab sofort alle parlamentarischen Möglichkeiten genutzt würden, könne ein entsprechendes Gesetz frühestens kommenden Sommer vorliegen.
Union und FDP haben längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke im Grundsatz beschlossen. Das verlautete am Mittwochabend am Rande der großen Koalitionsrunde in Berlin aus Verhandlungskreisen. Die Grünen warnen vor einem "Frontalangriff auf den inneren Frieden".
Im derzeit stillstehenden schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Brunsbüttel hat es eine weitere Panne gegeben. Wie der Betreiber Vattenfall Europe am Donnerstag mitteilte, funktionierte der Leistungsschalter eines Dieselgenerators des Notstandsystems nicht. Die Mitarbeiter mussten einen Reserveschalter betätigen.
Die künftige Koalition will bei der Förderung erneuerbarer Energien eine Art Bestandsschutz gewähren. Die "Financial Times Deutschland" berichtete vorab unter Berufung auf den Entwurf des Koalitionsvertrags, die Fördersätze für Ökostrom sollten erst zum 1. Januar 2012 angepasst werden. Einzig die Solarförderung solle früher angepasst werden.Strompreise vergleichen
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