Baden-Württemberg

Wirtschaftsminister Pfister: Anteil der Kernkraft muss abnehmen

Für einen ausgewogenen Mix aus Kohle, Gas, Atomkraft und erneuerbaren Energien hat sich der baden-württembergische Ministerpräsident Ernst Pfister (FDP) ausgesprochen. Dazu müsse der Anteil fossiler Energieträger und der Kernkraft tendenziell abnehmen, sagte er heute in Stuttgart.

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Stuttgart (ddp/sm) - Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) plädiert dafür, den Anteil der Kernkraft mittelfristig zurückzufahren. Notwendig sei ein "ausgewogener Energiemix" aus Kohle, Gas, Atomkraft und erneuerbaren Energien, sagte Pfister am Montag in Stuttgart.

"Der Anteil fossiler Energieträger und der Kernkraft muss tendenziell abnehmen und der Anteil der erneuerbaren Energien zunehmen", betonte Pfister. Mehr Bedeutung als bisher müsse das Energiesparen bekommen.

Es liege aber auf der Hand, dass der Kernenergieanteil an der Stromerzeugung nicht nur aus Kostengründen, sondern auch technisch kurz- oder auch nur mittelfristig nicht durch alternative Energien ersetzt werden könne. Der FDP-Politiker forderte deshalb, die Laufzeit für Atomkraftwerke "um 10 bis 15 Jahre zu verlängern". Für den Bau neuer Kernkraftwerke bestehe allerdings "derzeit kein Bedarf".