Wirtschaftsminister Müller setzt Verbänden Einigungsfrist

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Der parteilose Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat die an der neuen Stromvereinbarung beteiligten Verbände (Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke/VDEW, Verband kommunaler Unternehmen/VKU, Verband der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft/VIK und Bundesverband der Deutschen Industrie/BDI) zum 28. September zu einem Gespräch eingeladen. Er hoffe, dass bis zu diesem Termin auch in den noch offenen Punkten eine Verständigung erzielt werden kann, sagte Müller heute in Berlin. Geklärt werden soll vor allem das Durchleitungsrecht für Stromversorger durch das Leitungsnetz anderer Anbieter.



Die Verbände, so Müller, hätten mit der Vereinbarung die Chance, deutlich zu machen, dass freiwillige staatsfreie Lösungen die gleiche Qualität besitzen wie gesetzliche Regelungen. Der öffentliche Erwartungsdruck an eine einfache und transparente Regelung sei enorm: "Wir brauchen rasch die notwendigen Spielregeln, die einen fairen und effektiven Durchleitungswettbewerb bis hin zum Tarifkunden möglich machen", betonte Müller. Künftig müsse ein Versorgungswechsel auch für private Verbraucher unkompliziert möglich sein.