Keine radikale Senkung

Wirtschaftsminister Haseloff begrüßt Kompromiss zur Solarförderung

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) ist erleichtert, nachdem die sich Bundesregierung über die weitere Förderung der Solarenergie verständigt hat. "Wir haben einen Kompromiss, mit dem wir leben können", sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Halle (red) - Haseloff betonte, eine radikale Senkung der Förderung schon 2009 hätte verheerende Konsequenzen gehabt. Denn die Solarunternehmen bräuchten Vertrauensschutz und langfristige Perspektiven. Auch widersprach der CDU-Politiker der Einschätzung, diese Unternehmen nutzten die Förderung lediglich zur Profitmaximierung. Vielmehr würden die Gewinne reinvestiert. "Die Solarbranche ist kein Renditemotor, sondern ein Jobmotor."

Derzeit arbeiten in Sachsen-Anhalt 5 000 Menschen in dem Wirtschaftszweig. 2012 könnten es laut Haseloff 10.000 sein. Es gehe für die neuen Länder darum, nicht gesättigte Märkte zu erschließen.

Die Große Koalition in Berlin hat sich darauf verständigt, die Förderung für Solarstrom langsam abgebaut und nicht, wie von einigen CDU-Politikern gefordert wurde, um bis zu 30 Prozentzu kürzen. Die Hilfen sollen jährlich um zehn Prozent sinken.