Sinkende Industrienachfrage

Wirtschaftskrise lässt Energieverbrauch kräftig sinken

Die Wirtschaftskrise hat den Energieverbrauch in Deutschland in den ersten neun Monaten dieses Jahres kräftig sinken lassen. Laut dem Branchenverband BDEW wurden mit 384 Milliarden Kilowattstunden rund sieben Prozent weniger Strom nachgefragt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Der Gasabsatz sank im selben Zeitraum trotz kühler Witterung zu Jahresbeginn ebenfalls um rund sieben Prozent auf 633 Milliarden Kilowattstunden. Dies sei der stärkste Verbrauchsrückgang der Strom- und Gaswirtschaft seit der Wiedervereinigung.

Grund für das Minus ist laut Verband vor allem ein Einbruch der Nachfrage in der Industrie. Bereits seit Oktober 2008 führten die Produktionseinbußen in energieintensiven Branchen zu einem niedrigeren Energiebedarf in Deutschland. Nach BDEW-Schätzungen ging der Gas- und Stromabsatz in den ersten neun Monaten allein in der Industrie um rund 14 Prozent zurück. Der Strom- und Gasverbrauch bei Handel, Gewerbe und Privathaushalten sei dagegen relativ stabil geblieben.