"Zu Lasten des Landes"

Wirtschaftsinstitute kritisieren Kohlesubventionen

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) aus Essen und das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) bezeichnen in einem Zeitungsbeitrag die staatliche Förderung für die deutschen Zechen als "ebenso unsinnige wie vermeidbare Belastung des Steuerzahlers."

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Essen (ddp/sm) - Eine dauerhafte Förderung der Zechen gehe "letztlich zu Lasten der Bevölkerung und damit zu Lasten des Landes insgesamt", schreiben RWI-Präsident Christoph M. Schmidt und HWWI-Direktor Thomas Straubhaar in einem gemeinsamen Beitrag in der heute erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ).

Die Forschungsinstitute greifen insbesondere die Spitzenfunktionäre der deutschen Steinkohle an. "Gerade bei einem Unternehmen beziehungsweise einem Verband, der nur durch Subventionen existieren kann, darf bezweifelt werden, dass es ihm wirklich um die Interessen der Beschäftigten geht", kritisieren RWI und HWWI. Der Gesamtverband des deutschen Steinkohlenbergbaus (GVSt) wies die Vorwürfe gegenüber der WAZ als unhaltbar und unwissenschaftlich zurück.