BDI-Initiative

Wirtschaft will Deutschlands Industriearbeitsplätze sichern

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat heute auf der Hannovermesse eine Initiative vorgestellt, mit der sie Industriearbeitsplätze in Deutschland sichern will. Sie soll verdeutlichen, bei welchen Technologien Deutschland Vorreiter auf dem Weltmarkt werden könnte. Vorsitzender ist EnBW-Chef Claassen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp/sm) - Die deutsche Wirtschaft will die Industriearbeitsplätze in Deutschland sichern. Wenn es nicht gelinge, durch Innovation und Wissensmanagement neue Potenziale zu entwickeln, "stehen wir in der Gefahr, über kurz oder lang viele der noch verbliebenen zehn Millionen Industriearbeitsplätze in Deutschland zu verlieren", warnte der Vorstandsvorsitzende der EnBW Energie Baden-Württemberg, Utz Claassen, heute in Hannover. Claassen hat den Vorsitz einer Initiative des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), übernommen, die auf der Hannover Messe vorgestellt wurde.

Die Initiative soll nach den Worten von BDI-Präsident Jürgen Thumann verdeutlichen, "auf welche Technologieschübe wir uns einstellen müssen und bei welchen Technologien wir auf den Weltmärkten selbst zum Treiber werden können". Damit übernehme der BDI Verantwortung, nachhaltig Technologieentwicklung und Wertschöpfung in Deutschland zu sichern und die Diskussion über Innovations- und Technologiepolitik mitzugestalten.

Claassen erinnerte daran, dass es noch zu oft zum Nachteil der deutschen Volkswirtschaft bei der Umsetzung der Ideen zu marktreifen und erfolgreichen Produkten mangele. Als Beispiele nannte er den 1973 in Deutschland erfundenen Mikroprozessor, der aber erst in Japan und den USA erfolgreich zur Wertschöpfung eingesetzt worden sei.