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16.12.2009, 10:05 Uhr

Strom-News

Überzogene Zusagen

Wirtschaft warnt vor Alleingang der EU beim Klimaschutz

In der Wirtschaft wächst die Angst vor zu großen Zugeständnissen Deutschlands und der EU bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen. "Das neue Klimaregime muss alle großen Emittenten und alle Industriesektoren gleichermaßen in die Pflicht nehmen", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf dem "Handelsblatt".

Düsseldorf/Osnabrück (ddp/red) - Wirksamer Klimaschutz sei nur möglich, "wenn alle großen Volkswirtschaften an einem Strang ziehen", sagte er und forderte von der Politik "mutige Schritte in Richtung eines globalen Emissionshandels". Anderenfalls könnten Unternehmen im Industrieland Deutschland ernsthaft in Gefahr geraten.

Wirtschaftliche Chancen durch Klimaschutz

Der BDI hatte in den vergangenen Monaten mehrfach die mit dem Klimaschutz verbundenen wirtschaftlichen Chancen hervorgehoben. Allerdings sieht der Industrieverband durchaus auch Probleme, die sich für bestimmte Branchen ergeben, wenn sich Deutschland und die EU zu strengen Klimaschutzzielen verpflichten, die USA und China aber nur schwache Zusagen machen.

DIHK: Hohe Zusatzkosten durch Alleingang

Auch der Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) warnt die EU vor überzogenen Zusagen und Alleingängen in Kopenhagen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben, eine einseitige Verpflichtung der EU auf die CO2-Reduktion von 30 Prozent in den nächsten zehn Jahren würde erhebliche Zusatzkosten bedeuten. Es würde zudem die Wettbewerbsposition international tätiger Unternehmen massiv schwächen. "Erderwärmung ist global, deshalb macht letztlich nur eine Verpflichtung aller wichtigen Emittenten weltweit auf verbindliche Klimaschutzziele Sinn", sagte Wansleben.

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