Innovation

Wirtschaft und Forschung arbeiten bei Solarstrom enger zusammen

Mit der neuen Vereinbarung soll ein schnellerer Transfer der Technologien von der Grundlagenforschung über die anwendungsorientierte Forschung hin zur Marktreife erreicht werden. "Ziel ist, in der photovoltaischen Solarstromproduktion die internationale Spitzenstellung einzunehmen", betonte Umweltminister Jürgen Trittin.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Wissenschaft und Industrie haben sich auf eine verbesserte Zusammenarbeit und verstärkte Gemeinschaftsforschung im Bereich der Sonnenenergienutzung verständigt. "Damit hat Deutschland jetzt die Chance, in diesem Sektor der Hochtechnologie die weltweite Spitzenposition in der Technologieentwicklung, in der produzierten Leistung und beim Export einzunehmen", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin optimistisch. Der Ausbau der erneuerbaren Energien bringe neue zukunftsfähige Arbeitsplätze, schütze das Klima und stärke den Innovationsstandort Deutschland.

Mit der neuen Vereinbarung soll ein schnellerer Transfer der Technologien von der Grundlagenforschung über die anwendungsorientierte Forschung hin zur Marktreife erreicht werden. "Ziel ist, in der photovoltaischen Solarstromproduktion die internationale Spitzenstellung einzunehmen", betonte Trittin.

"Bis 2050 können rund 30 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs durch Solarenergie gedeckt werden", schätzt Joachim Luther, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme. In den kommenden Jahren müsse der Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung zunächst noch auf die kristallinen Silicium-Technologien, später dann auf ausgewählte Dünnschicht-Technologien gelegt werden. "Der Produktions- und Qualitätssteigerung kommt eine besondere Bedeutung zu", so Luther. Zur optimalen Netzeinkopplung photovoltaischen Stroms müsse zielgerichtet Elektronikentwicklung betrieben werden. Parallel dazu sollten weiterführende Konzepte wie organische Solarzellen oder Photovoltaik mit optischer Konzentration verfolgt werden.