Statement

Wirtschaft für weitere Nutzung der Kernenergie

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verlangt Konsequenzen aus dem drastischen Preisanstieg für Öl und Gas. Wer die zunehmende Verteuerung von Energie beklage, könne andererseits nicht ernsthaft den sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie fordern.

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Landau (ddp/sm) - Das sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun der Landauer "Rheinpfalz am Sonntag" laut Vorabbericht. Dringend nötig sei ein "Ausstieg aus dem geplanten Ausstieg".

Sowohl der ambitionierte Klimaschutz als auch eine sichere Energieversorgung mit wettbewerbsfähigen Strompreisen seien nur mit einem breiten Energiemix bei Nutzung der Kernenergie möglich, sagte Braun. Mit einem steigenden Anteil an erneuerbaren Energien könne die Gefahr weiter steigender Preise für Elektrizität nicht gebannt werden.

"Deutschland braucht die kostengünstige und zuverlässige Versorgung mit Kernenergie", betonte Braun. Auch wer es mit dem Klimaschutz ernst meine, müsse für eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke plädieren. Die meisten anderen Industrie- und Schwellenländer hätten längst erkannt, dass Kernenergie auch in Zukunft dazu beitragen müsse, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Preise bezahlbar zu halten.