Umweltfreundlich

Wirbelschichtfeuerungsanlage in Werdohl-Elverlingsen eingeweiht

Nach dreijähriger Bauzeit hat die Wirbelschichtfeuerungsanlage Elverlingsen GmbH ihre neue WFA eingeweiht. Die Anlage kostete 46 Millionen Euro und soll künftig rund 200.000 Tonnen Klärschlamm thermisch behandeln und entsorgen. Der bei der Verbrennung entstehende Dampf wird energetisch verwertet.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Im Beisein von Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn sowie den Vorstandsmitgliedern des Ruhrverbands und der Mark-E wurde am Mittwoch die die Wirbelschichtfeuerungsanlage Elverlingsen (WFA E) offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die umweltfreundliche WFA E - Investitionsvolumen rund 46 Millionen Euro - wird jährlich rund 200.000 Tonnen Klärschlamm thermisch behandeln und entsorgen und zudem Arbeitsplätze für 24 Mitarbeiter am Kraftwerksstandort Werdohl-Elverlingsen sichern.

Das Unternehmen "Wirbelschichtfeuerungsanlage Elverlingsen GmbH (WFA E GmbH), Werdohl", an dem der Ruhrverband und Mark-E je zur Hälfte beteiligt sind, wurde im Dezember 1999 gegründet, um die Planung und Finanzierung sowie den Bau und Betrieb einer Wirbelschichtfeuerungsanlage für Steinkohle und Klärschlamm am Kraftwerksstandort der Mark-E in Werdohl-Elverlingsen zu leisten. Nach der Grundsteinlegung im August 2000 wurde am 24. August vergangenen Jahres Richtfest gefeiert.

Die Anlage

Mit Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes ist der Entsorgungsweg der Deponierung von Klärschlämmen ab dem 1. Juni 2005 nicht mehr zulässig. Unter der Prämisse der Entsorgungssicherheit und der Umweltverträglichkeit wurden unterschiedliche Entsorgungswege für Klärschlamm ausführlich untersucht. Die daraufhin in Werdohl errichtete Anlage besteht in ihrer technischen Konzeption aus einer einstraßigen stationären Wirbelschichtfeuerung mit Dampferzeugung und nachgeschalteter fünfstufiger Rauchgasreinigung.

Der Klärschlamm wird sowohl über die Schiene als auch über die Straße als mechanisch entwässertes und stabilisiertes Material angeliefert. In der Anlage selbst sollen bis zu 25 Tonnen Klärschlamm pro Stunde mit Steinkohle verbrannt werden. Der bei der Verbrennung entstehende Dampf wird in das bestehende Kraftwerksdampfnetz eingespeist und energetisch verwertet. Die schadstoffarme Technik der Wirbelschichtfeuerung und die effiziente abwasserfreie Rauchgasreinigungsanlage garantieren, dass die strengen Anforderungen an die Luftreinhaltung - vorgegeben durch die 17. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung - sicher eingehalten werden. Durch den Bau der Wirbelschichtfeuerungsanlage wird somit die umweltfreundliche und wirtschaftliche Entsorgung des bei der Abwasserreinigung anfallenden Klärschlamms langfristig sichergestellt.