Hoher Stromverbrauch

Winter-Wetter: Frankreich fürchtet Stromausfälle

Wenn das Wetter winterlich wird, steht Frankreich alljährlich vor dem gleichen Problem: Stromausfälle. Da viele Bürger in unserem Nachbarland mit Strom heizen, die Kraftwerke den hohen Strombedarf aber zwischenzeitlich nicht decken können, kommt es immer wieder zu Engpässen in der Stromversorgung.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Rennes (afp/red) - Frankreich stellt sich in Anbetracht der Kältewelle auf Stromausfälle ein: In der Bretagne im Nordwesten des Landes gilt seit Dienstag "Alarmstufe Rot". Die Versorgungslage sei im Westen und in den südlichen Regionen Provence, Alpes und Côte d'Azur besonders "angespannt", erklärte der Netzbetreiber RTE, ein Tochterunternehmen des Energieriesen EDF. Vor allem in der Bretagne sei die Gefahr von Stromausfällen "real und unmittelbar".

Kaltes Wetter sorgt für hohen Stromverbrauch

Im Winter kommt es in Frankreich regelmäßig zu Engpässen, weil fast ein Drittel der Haushalte mit Strom heizt und die Kraftwerke den Bedarf zwischenzeitlich nicht decken können. Am Dienstag wollte Frankreich deshalb Strom aus dem Ausland importieren.

Morgens und abends weniger Strom verbrauchen

Die Haushalte in der Bretagne wurden ermahnt, den Stromverbrauch vor allem morgens und abends zwischen 17.00 und 20.00 Uhr einzuschränken. Die Region produziert nicht einmal zehn Prozent des Stroms, den sie verbraucht. Landesweit sind derzeit elf von 58 Atomreaktoren außer Betrieb, weshalb weniger Strom produziert wird als in den vergangenen Wintern. Frankreich bezieht rund vier Fünftel seines Stroms aus Atomkraftwerken.