Strom-News
Hoher StromverbrauchWenn das Wetter winterlich wird, steht Frankreich alljährlich vor dem gleichen Problem: Stromausfälle. Da viele Bürger in unserem Nachbarland mit Strom heizen, die Kraftwerke den hohen Strombedarf aber zwischenzeitlich nicht decken können, kommt es immer wieder zu Engpässen in der Stromversorgung.
Rennes (afp/red) - Frankreich stellt sich in Anbetracht der Kältewelle auf Stromausfälle ein: In der Bretagne im Nordwesten des Landes gilt seit Dienstag "Alarmstufe Rot". Die Versorgungslage sei im Westen und in den südlichen Regionen Provence, Alpes und Côte d'Azur besonders "angespannt", erklärte der Netzbetreiber RTE, ein Tochterunternehmen des Energieriesen EDF. Vor allem in der Bretagne sei die Gefahr von Stromausfällen "real und unmittelbar".
Im Winter kommt es in Frankreich regelmäßig zu Engpässen, weil fast ein Drittel der Haushalte mit Strom heizt und die Kraftwerke den Bedarf zwischenzeitlich nicht decken können. Am Dienstag wollte Frankreich deshalb Strom aus dem Ausland importieren.
Die Haushalte in der Bretagne wurden ermahnt, den Stromverbrauch vor allem morgens und abends zwischen 17.00 und 20.00 Uhr einzuschränken. Die Region produziert nicht einmal zehn Prozent des Stroms, den sie verbraucht. Landesweit sind derzeit elf von 58 Atomreaktoren außer Betrieb, weshalb weniger Strom produziert wird als in den vergangenen Wintern. Frankreich bezieht rund vier Fünftel seines Stroms aus Atomkraftwerken.
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Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hat sich in Frankreich ein Störfall in einem Atomkraftwerk ereignet. Die Atomaufsicht stufte den Zwischenfall auf Stufe zwei der internationalen INES-Skala ein, also in die dritte von insgesamt acht Kategorien. Doch in Frankreich stört sich scheinbar keiner an dem Störfall.
Nach einem gigantischen Stromausfall im Süden Brasiliens haben bis zu 50 Millionen Menschen am Dienstagabend (Ortszeit) mehrere Stunden im Dunkeln verbringen müssen. Grund für den Blackout war nach Regierungsangaben der Ausfall des Wasserkraftwerks Itaipu an der Grenze zu Paraguay.
Der Europäische Druckwasserreaktor (EPR) muss aus Sicherheitsgründen nachgerüstet werden. Die Aufsichtsbehörden Frankreichs, Großbritanniens und Finnlands forderten am Montag in einer gemeinsamen Erklärung, dass das ursprüngliche Konzept "verbessert" werden müsse.
In Frankreich steht derzeit fast ein Drittel aller Atomreaktoren wegen Wartungsarbeiten oder Störfällen still. Netzbetreiber haben schon vor Stromausfällen gewarnt, da die meisten Franzosen mit Strom heizen und der Stromverbrauch nun in der kalten Jahreszeit kräftig ansteigt.
Nach dem Fund von kiloweise angereichertem Uran und Plutonium in einer südfranzösischen Atomanlage haben Kernkraftgegner vor weiteren "sehr unangenehmen Überraschungen" gewarnt. Zudem seien viele Atomanlagen in Frankreich in einem schlimmen Zustand der Baufälligkeit.Strompreise vergleichen
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