Höhere Vergütungen

Windwirtschaft fordert Verbesserungen der EEG-Novelle

Nach Ansicht des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke (WVW) sind verbesserte Rahmenbedingungen nötig, damit Deutschland nicht den Anschluss an die internationale Entwicklung verliert. Unter anderem fordert der Verband höhere Einspiesvergütungen und eine zügigere Einführung der Novelle.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Cuxhaven (red) - Die derzeit im Bundestag beratene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geht nach Ansicht des Verbandes zwar in die richtige Richtung, greife aber zu kurz. Bereits seit zwei Jahren gehe der Neubau von Windenergieanlagen im Inland zurück. Daher ergibt sich aus Sicht des WVW dringender Handlungsbedarf durch den Gesetzgeber.

Aufgrund der gestiegenen Weltmarktpreise von Windenergieanlagen fordert der WVW, die Anfangsvergütung für Strom aus Windenerie an Land auf 9,5 Cent/kWh zu erhöhen und die niedrigere Basisvergütung anzupassen. Um den Ersatz alter Windenergieanlagen durch moderne zu beschleunigen, sollte für Repowering-Projekte ein Bonus auf die Einspeisevergütungen im EEG eingeführt werden.

Die Rahmenbedingungen für den Markteintritt und den Handel von Windstrom über die Strombörsen müssen wie bisher im EEG erhalten bleiben. Mit den im Gesetzentwurf vorgesehenen Einschränkungen sei es Windparkbetreibern nicht möglich, sich dem Strommarkt zu öffnen. Um ausreichend Investitionssicherheit für die Offshore-Windenergie-Projekte zu schaffen, sollte statt der im Gesetzentwurf Grundvergütung von 12 Cent/kWh plus 2 Cent/kWh für Windparks, die bis 2013 am Netz sind eine einheitliche Vergütung von 14 Cent/kWh festgelegt werden. Zudem sollte nach Ansicht des Verbandes die EEG-Novelle zum 1. Juli 2008 in Kraft treten, um einen Investitionsstau zu verhindern.