Strom-News
BrandenburgDie "Volksinitiative gegen die Massenbebauung Brandenburgs mit Windenergieanlagen" will zur Landtagswahl am 27. September antreten. Dazu wurde am Montag eine politische Vereinigung gegründet, wie Sprecher Thomas Jacob bereits am Wochenende ankündigte.
Königs Wusterhausen (ddp-lbg/red) - Die Volksinitiative hatte im April fast 27.000 Unterschriften an Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) übergeben. Die Initiatoren verlangen bessere Schutzbestimmungen beim Bau von Windkraftanlagen. So soll ein Mindestabstand zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen von 1500 Meter festgeschrieben werden.
Der Landtag beschloss jedoch am Donnerstag einen Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD und CDU, wonach ein Mindestabstand von 1000 Meter empfohlen wird. Nach Angaben von Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) könnten bei einem Mindestabstand von 1500 Meter zu Siedlungen nicht einmal in der eher dünn besiedelten Uckermark zusätzliche Windkraftanlagen errichtet werden.
(Foto / Abb.: BMU)
Jacob betonte: "Wir haben verstanden, dass die Landesregierung uns mit der Forderung nach 1500 Meter Abstand nicht ernst nimmt." Der Landtagsbeschluss bedeute nichts anderes, als dass die bisherige Praxis fortgeführt werde. Fast 27.000 Unterschriften hätten offenbar nichts bewirkt. Deshalb werde die Volksinitiative zur Landtagswahl antreten, um ihre Forderungen durchzusetzen.
Nach der Energiestrategie der Landesregierung soll der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch von derzeit 6,2 auf 20 Prozent erhöht werden. Dazu sollen verstärkt Solar-, Biomasse- und Windkraftanlagen errichtet werden. Bei der Windkraft ist eine Verdoppelung der Windeignungsflächen von derzeit einem auf knapp zwei Prozent der Landesfläche geplant. Damit könnten sich 2020 auf 555 Quadratkilometern Fläche Windkraftanlagen befinden.
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Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat um eine höhere Akzeptanz für erneuerbare Energien geworben. Es sei eine der größten Herausforderungen überhaupt, Energie zu erzeugen, ohne die Welt kaputt zu machen, sagte er im Landtag in einer Aktuellen Stunde zum Thema Windkraft.
China will die Windkraft in den kommenden zehn Jahren stark ausbauen. Bis 2020 sollen 100 Gigawatt Strom aus Wind gewonnen werden, sagte Feng Junshi vom der nationalen Energieagentur der Zeitung "China Daily". Aktuell produziert die Volksrepublik zwölf Gigawatt, im kommenden Jahr sollen es bereits 20 Gigawatt sein.
Ein polnisches Atomkraftwerk in der Nähe des Nationalparks Unteres Odertal würde sich nach Ansicht des Brandenburger Umweltministeriums nachteilig auf die Region Uckermark auswirken. Umweltminister Woidke lehne entsprechende Vorschläge des Nachbarlandes entschieden ab.
Die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung von Greifswald/Lubmin zur tschechischen Grenze bei Olbernhau kann bald gebaut werden. Heute gab das Land Brandenburg den erfolgreichen Abschluss einer Untersuchung bekannt. Für eine endgültige Baugenehmigung fehlt jetzt nur noch das Planfeststellungsverfahren.
Die Europäische Kommission will moderne Wind- und Kohleanlagen in Deutschland mit Millionenbeträgen fördern. Die Hilfen sind Teil eines fünf Milliarden Euro schweren Pakets, das die Kommission heute in Brüssel vorstellte. Damit soll Europa unabhängiger von Energieimporten werden. Strompreise vergleichen
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