Austausch der Rotorblätter

Windrad-Unfall in den USA hat Folgen für Siemens

Neben Belastungen durch die verzögerte Anbindung von Offshore-Windparks in der Nordsee hat Siemens in den USA auch mit Windkraftanlagen auf dem Festland Probleme. Nachdem sich bereits im Mai an einem Windrad in der kalifornischen Wüste ein Rotorblatt gelöst hatte und zu Boden gestürzt war, musste der Konzern alle baugleichen Anlagen überprüfen.

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Erlangen/München (dpa/red) - Bei einer geringen Anzahl der Rotorblätter seien Mängel festgestellt worden, diese würden nun ausgetauscht, sagte ein Siemens-Sprecher am Donnerstag in Erlangen. Der Großteil der Maschinen sei dagegen wieder in Betrieb.

Spekulationen über den Kostenumfang

"Spiegel Online" hatte über Kosten in Höhe von rund 100 Millionen Euro für Siemens berichtet. Dies wollte der Sprecher nicht kommentieren. In Industriekreisen war jedoch zu hören, dass die Zahl etwas zu hoch gegriffen sein dürfte.

Rotorblatt-Typ zumeist in den USA eingesetzt

Konkret war nach Angaben des Siemens-Sprechers an der sogenannten Blattwurzel des Rotorblattes die Oberflächenbehandlung schadhaft. Dies habe zu dem Unfall geführt, bei dem niemand verletzt worden sei. Der betroffene Rotorblatt-Typ werde fast ausschließlich in den USA eingesetzt, sagte der Sprecher. Wegen Problemen bei der Anbindung von Windkraftanlagen auf dem Meer (Offshore) kämpft Siemens bereits seit längerem mit hohen Belastungen.

Quelle: DPA