Standpunkt

Windparks: Rückbau ist immer gesichert

Industrieruinen mit hohen Abrisskosten sind bei Windenergieanlagen nicht möglich. Darauf will der Wirtschaftsverband Windkraftwerke hingewiesen wissen. Üblicherweise werden in Pacht- und Nutzungsverträgen gleich die Bedingungen für den Rückbau der Anlagen vereinbart, da die Lebensdauer von Windrädern ohnehin genau beziffert ist.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Was wird aus Industriegebäuden, Produktionsanlagen oder Lagerhallen wenn der Nutzer in die Insolvenz gehen muss? Das ist eine ungewöhnliche Frage, über die selten und schon gar nicht während der Planung von Gewerbe- oder Industrieprojekten nachgedacht wird. Anders ist das bei Betreibern von Windparks. Diese Branche denkt auch in solchen Fragen weit voraus - darauf weist jetzt der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. hin.

Grund ist die Lebensdauer von Windenergieanlagen, die etwa 20 bis 25 Jahren beträgt. Dann müssen die alten Anlagen durch moderne und leistungsfähigere ersetzt werden. Daher werden in der Branche Pacht- und Nutzungsverträge mit Grundeigentümern in der Regel über einen solchen Zeitraum geschlossen. Branchenüblich sei es auch, in diesen Verträge gleich den kompletten Rückbau der Anlagen zu vereinbaren.

Industrieruinen, wie bei zahlungsunfähig gewordenen Unternehmen anderer Branchen, sind daher bei Deutschlands Windmüllern nicht möglich. Risiken wie sie sich aus dem Abriss und möglicherweise der Sanierung industriell genutzter Flächen gerade auch für Kommunen immer wieder ergeben, seien dort ausgeschlossen, wo nachhaltig gedacht und gehandelt wird, heißt es aus der Windkraftbranche.