Strom-News
Neue VerordnungDie Änderung hat etwa ebenso lange gedauert wie die Verfahren an sich: Die neue, ab sofort gültige Seeanlagenverordnung macht es den Energieunternehmen nun möglich, Windparks auf See schneller zu errichten - beschleunigte Genehmigungsverfahren sollen dafür sorgen.
Die Genehmigung für Offshore-Windparks soll künftig deutlich schneller vonstatten gehen.
(Foto / Abb.: Verband der dänischen Windkraftindustrie)Lübeck (dapd/red) - "Jetzt genügt ein Verfahren. Es ergeht nur ein Planfeststellungsbeschluss, in dem alle Belange berücksichtigt werden", sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) den Lübecker Nachrichten über die neue Seeanlagenverordnung.
Bisher seien für denselben Standort bis zur Entscheidung mehrere Verfahren der verschiedenen Beteiligten notwendig gewesen. Das habe sowohl Antragsteller als auch Behörden unnötig belastet. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (Dena) befinden sich 63 Offshore-Windparks im Genehmigungsverfahren, tatsächlich bewilligt sind 27. In Betrieb sind derzeit sechs.
Vier von den bewilligten befinden sich in der Ostsee, drei von ihnen sollen jeweils rund 30 Kilometer von Rügen entfernt installiert werden. Als Standort für die restlichen 23 Offshore-Windparks ist die Nordsee vorgesehen. Die Verteilung der einzelnen Windräder wird hierbei weniger punktuell ausfallen, also nicht so konzentriert wie es um die Insel Rügen herum vorgesehen ist.
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Die mit Windkraft erzeugte Strommenge in Deutschland ist im vergangenen Jahr wieder gewachsen. 2011 wurden 895 neue Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von 2007 Megawatt neu installiert, das waren 141 Anlagen und 456 Megawatt mehr als im Vorjahr, wie der Bundesverband Windenergie (BWE) am Donnerstag in Berlin bekanntgab.
Wie der Offshore-Report zeigt, müssen die Infrastruktur sowie das Logistik-Know-how im Bereich Windkraft massiv ausgebaut werden. Nur wenn bis 2020 jeden Tag etwa drei Megawatt an Offshore-Leistung installiert werden, können die Ziele der Energiewende erreicht werden. Bisher fehlen allerdings ausgereifte Logistikkonzepte.
Die Windkraft auf See wächst woanders offenbar schneller als in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden in EU-Gewässern für rund 2,4 Milliarden Euro 235 neue Windturbinen ans Netz gebracht, wie der Europäische Verband für Windenergie (EWEA) am Donnerstag in Brüssel mitteilte.
Der Stromkonzern RWE fordert nun auch ein Energieministerium, ähnlich wie in den vergangenen Wochen bereits andere Politiker. Die bisherige Splittung in zwei Zuständigkeiten erwecke den Eindruck, dass zu viele Köche in einem Brei herumrühren würden. Zudem mangele es laut RWE an der Kommunikation zwischen den Ministerien.
Bei der Erschließung der Windkraft im Offshore-Bereich kommt es zu erheblichen Verzögerungen. Von den rund 10.000 geplanten Windrädern im offenen Meer stehen erst 27. Verantwortlich für den schleppenden Ausbau sind neben natürlichen Widerständen logistische Probleme und Schwierigkeiten bei der Netzanbindung.Strompreise vergleichen
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