Strom-News
NetzausbauDer schleppend vorangehende Netzausbau, bremst die Energiewende zunehmend aus. Gleichzeitig müssen immer wieder Windkraftanlagen wegen Netzengpässen abgeschaltet werden. Deshalb haben nun die ersten Windmüller angefangen, im Windpark gewonnenen Ökostrom über eigene Stromleitungen ins Stromnetz einzuspeisen.
Linden (red) - Einige Windparkbetreiber sind dazu übergegangen, eigene Stromleitungen zu bauen. Diese haben lediglich eine Funktion: Den im Windpark gewonnenen Ökostrom in das Stromnetz einzuspeisen. Die Windparkbetreiber haben schließlich die Initiative ergriffen, weil sie nicht länger auf den Ausbau des Verteilnetzes warten wollten. Das berichtete Die Zeit.
Für gewöhnlich speisen Windparks ihren Strom in das Verteilnetz ein, an welches auch die Verbraucher angeschlossen sind. Da diese Verteilnetze spezielle Sicherheitsstandards erfüllen müssen, um beispielsweise einen Stromausfall oder -engpass zu kompensieren, ist ihr Ausbau zeitaufwendig und kostspielig.
Da die neuen Stromleitungen der Windparkbetreiber keine besonderen Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen, sind sie deutlich günstiger; selbst dann, wenn sie als Erdkabel verlegt werden.
Der Windparkbetreiber Enertrag besitzt momentan das längste Einspeisenetz der Bundesrepublik, über das Ökostrom vom Kraftwerk Uckermark abtransportiert wird. Für 35 Millionen Euro verlegte das Energieunternehmen insgesamt 600 Kilometer Erdkabel.
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Der umstrittene Ausbau der Stromnetze könnte durch eine neue Technik teilweise überflüssig werden. Bestehende Masten und Leitungen würden so umgerüstet, dass sie im Vergleich zu herkömmlichen Leitungen doppelt so viel Windstrom transportieren könnten. Das teilten die Netzbetreiber Amprion und Transnet BW am Dienstag mit.
Eine bundesweite Netzgesellschaft und damit die Abschaffung der bisher bestehenden vier Regelzonen haben hochrangige Politiker am Wochenende gefordert. Im Angesicht der großen Herausforderungen durch die Energiewende sei mit einer zentralen Netzgesellschaft eine viel bessere Planung möglich.
Der Übertragungsnetzbetreiber 50hertz veröffentlicht seit Freitag die Auslastung seiner Leitungen. Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben in der Debatte über den Netzausbau die Belastungssituationen einzelner Leitungen sowie des Netzes verständlicher und transparenter machen.
Die Bundesregierung hat Berichten über eine staatliche Beteiligung an der Netzbetreiberfirma Tennet widersprochen. Ob und in welcher Form die staatliche Förderbank KfW bei der Offshore-Anbindung von Windparks eine Rolle spiele, sei offen und werde geprüft, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Freitag.
Niedersachsens Umweltminister hat sich wegen der Verzögerungen beim Ausbau der Stromnetze für eine einheitliche Netzgesellschaft ausgesprochen. Der Ausbau verzögerte sich immer wieder, vor allem die Windparks auf See betreffend. Deutschland ist bisher in vier Netzzonen eingeteilt, die von vier verschiedenen Unternehmen geleitet werden.Strompreise vergleichen
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