Erneuerbare Energien

Windpark in Weißrussland wird größte märkische Auslandsinvestition

Die uckermärkische Firma Enertrag bei Prenzlau wird einen Windpark in der Nähe der weißrussischen Hauptstadt Minsk errichten. Vorstand Werner Diwald unterzeichnete am Donnerstag einen Investitionsvertrag im Umfang von bis zu 360 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dauerthal/Potsdam (ddp-lbg/red) - Es handelt sich nach Angaben der Potsdamer Staatskanzlei um die größte Direktinvestition eines Unternehmens mit Stammsitz in Brandenburg im Ausland. Vorgesehen ist die Errichtung von bis zu 80 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 160 Megawatt in zwei Etappen bis 2014. Bis zum Sommer 2012 soll der erste Bauabschnitt mit 30 Windrädern ans Netz gehen. Schon im August soll mit den vorbereitenden Untersuchungen begonnen werden. Für das Projekt wurden keine öffentlichen Zuschüsse aus Brandenburg benötigt.

Der Vorvertrag war im April von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und Weißrusslands Premierminister Sergej Sidorski in Minsk unterzeichnet worden. Platzeck sprach am Donnerstag von einem positiven Signal für Wirtschaft und Klimaschutz.

"Dieses Projekt sichert nicht nur Arbeitsplätze in Brandenburg, wir werden damit auch unserer Verantwortung für den globalen Klimaschutz gerecht", sagte Platzeck. Er fügte an: "Im Interesse dieses Kampfes stellen wir uns der Verantwortung auch in Staaten, die nicht nach unseren Wertvorstellungen verfasst sind."

"Weißrussland ist zunehmend bemüht, erneuerbare Energien auszubauen", sagte Diwald. Die auf Windenergie spezialisierte Unternehmensgruppe Enertrag hat nach eigenen Angaben rund 400 Mitarbeiter und Standorte in fünf Ländern. Der Jahresumsatz beträgt rund 250 Millionen Euro.