Windkraftenergie fordert Novellierung des Energieeinspeisegesetzes

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Anlässlich eines Pressegesprächs in Berlin zeigte sich der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Windkraftanlagen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Dr. Hans Fechner, besorgt über die Bedrohung der Windkraft. Dazu stellte er fest: "Billigstrom aus teilweise veralteten, sicherheitstechnisch mehr als problematischen ausländischen Kraftwerken überschwemmt den deutschen Markt und senkt damit drastisch die Einspeisevergütungen, die derzeit an den Strompreis gekoppelt sind. Überdies wird die Verfassungsmäßigkeit des StrEG durch mehrere Klagen in Frage gestellt." Der deutsche Maschinenbau sei seit vielen Jahren Exportweltmeister. Erreicht werden konnte dies durch die breite industrielle Infrastruktur, die es ermöglicht, technologische Spitzenprodukte in Deutschland zu entwickeln. Fechner betonte, dass eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze nur dann gewährleistet werden können, wenn die in Deutschland entwickelten und am Markt erprobten Windkraftanlagen weltweit exportiert werden.


Weiter heißt es im O-Ton: "Als 1997 das Deutsche Stromeinspeisungsgesetz (StrEG) novelliert wurde, stand außer Frage, dass wir im Bereich der leitungsgebundenen Elektrizitätswirtschaft keinen Wettbewerb, sondern Monopolunternehmen hatten. Deswegen war ein Korrektiv unbedingt notwendig, das über das StrEG implementiert wurde. Es ist zwingend erforderlich, einen Schutzzaun zu schaffen, damit eine neue Technologie wie die Windkraft nachwachsen kann, bis sich diese in der Gesamtbetrachtung im freien Wettbewerb trägt. Wir fordern keine Subventionen, sondern treten für faire politische Rahmenbedingungen ein, um der Windkraftbranche ein Entwicklungspotential zu verschaffen. Wenn ich diese Erkenntnis nicht hätte, würde ich als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Windkraftanlagen im VDMA nicht zu diesem Thema stehen .Wir appellieren sowohl an die Ministerien als auch an die Parlamentarier, umgehend mit der Novellierung des StrEG zu beginnen.


Die Politik ist nun aufgerufen zu handeln! Nur so ist möglich, das hervorragende Wachstumspotential der deutschen Windkraftbranche weiter zu erschließen, um langfristig eine technologisch zur Weltspitze zählende Industriebranche in Deutschland und damit eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen zu halten und weiter auszubauen. Die Industrie wird alles in ihrer Macht stehende tun, um die Politik bei der Novellierung des StrEG zu unterstützen."