Entwicklung

Windkraft-Strom teilweise schon so billig wie Kohlestrom

Laut dem Technologiekonzern Siemens produzieren erste Windparks schon so billig Strom wie traditionelle Kraftwerke. In Deutschland werde Windstrom auf dem Festland in vier bis fünf Jahren wettbewerbsfähig sein. Bis sich Anlagen auf dem Meer rentierten, sei es allerdings ein längerer Weg.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - Das sagte der Siemens-Chef für den Bereich Erneuerbare Energien, René Umlauft, der "Wirtschaftswoche". Der bei Siemens aus Windkraft erzeugte Strom koste dann nicht mehr 6 Cent pro Kilowattstunde wie heute, sondern 4 bis 4,5 Cent.

Offshore-Anlagen auf dem Meer werden dieses Preisniveau Umlauft zufolge in zehn Jahren erreichen, bei Sonnenstrom werde es noch länger dauern.

Der Manager will Siemens zum drittgrößten Windkraftanlagen-Anbieter hinter Vestas und General Electric machen. Dafür treibt er die Internationalisierung des Fertigungsnetzes voran. "In zwei bis drei Jahren werden wir zwölf Fabriken in sieben Ländern haben, heute sind es erst sieben", sagte Umlauft. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Industrialisierung der Branche: "Wir stehen vor Abschluss einiger großer Offshore-Windprojekte in Großbritannien, Dänemark und Deutschland. Auch die Aussichten für einen ersten Meeres-Windpark in den USA sind gut. Zudem sind Aufträge für Windkraft auf dem Festland in Deutschland unterschriftsreif."