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19.01.2012, 14:01 Uhr

Strom-News

Offshore

Windkraft auf See könnte EU-weit etwa drei AKW ersetzen

Die Windkraft auf See wächst woanders offenbar schneller als in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden in EU-Gewässern für rund 2,4 Milliarden Euro 235 neue Windturbinen ans Netz gebracht, wie der Europäische Verband für Windenergie (EWEA) am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

Windkraft

Brüssel/Berlin (AFP/dapd/red) - Dies entspreche einer Kapazität von 866 Megawatt gegenüber einem Zuwachs von 883 Megawatt 2010. Insgesamt seien damit in 53 Windfarmen 1371 Windturbinen mit einer Gesamtkapazität von 3813 Megawatt am Netz, erklärte EWEA. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher Atomreaktor bringt es auf etwa 1000 bis 1500 Megawatt.

Mit wie viel Windkraft die Branche rechnet

Die große Mehrheit mit 87 Prozent der neuen Anlagen wurde dem EWEA zufolge in britischen Gewässer installiert, Hauptlieferant der Turbinen sei der deutsche Siemens-Konzern gewesen. Für das Jahr 2020 rechnet der Branchenverband mit einer See-Windkraftkapazität von 40.000 Megawatt, was rund vier Prozent des Stromverbrauchs der EU entspräche.

Windkraft kommt nicht überall voran

Erst vor wenigen Tagen hatte der zuständige Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Klaus-Dieter Scheurle, in Berlin mitgeteilt, dass die Erschließung der Windkraft im offenen Meer nur schleppend vorankommt. Von rund 10.000 Windrädern, die auf dem zu Deutschland gehörenden Festlandsockel von Nord- und Ostsee bis 2030 mit einer Leistung von 25 Gigawatt zur Energiewende beitragen sollen, stünden derzeit erst 27 mit einer Leistung von 135 Megawatt, so Scheurle.

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