Starkes Wachstum

Windindustrie verzeichnet weltweit Rekordumsätze

Die Windbranche hat im letzten Jahr weltweit mit fast 15.200 Megawatt an neu installierter Leistung einen neuen Rekord aufgestellt. Rund die Hälfte des Marktes entfällt dabei auf die EU. Deutsche Maschinenbauunternehmen sind mit rund 40 Prozent am weltweiten Gesamtumsatz beteiligt.

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Frankfurt/Brüssel (red) - Die Windbranche hat nach einer Erhebung des Global Wind Energy Council (GWEC) weltweit mit fast 15.200 Megawatt an neu installierter Leistung in 2006 einen neuen Rekord aufgestellt. Der globale Umsatz der Anlagenhersteller aus dem Neuanlagengeschäft betrug im letzten Jahr 15 Milliarden Euro. Damit wurde gegenüber 2005 ein Zuwachs von 32 Prozent erzielt.

Allein in der EU wurde im vergangenen Jahr Windenergiekapazität rund 7.600 Megawatt im Wert von rund neun Milliarden Euro installiert, was einem Zuwachs von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, so die Jahresstatistik der European Wind Energy Association (EWEA). Die gesamte Windenergiekapazität in der EU stieg damit um 19 Prozent und beträgt jetzt über 48.000 Megawatt. Im Laufe eines durchschnittlichen Windjahres werden somit etwa 100 Terawattstunden elektrischer Energie beziehungsweise 3,3 Prozent des gesamten Strombedarfs der EU erzeugt.

Wesentliche Treiber der weltweiten Entwicklung waren die Märkte USA mit 2.454 Megawatt an neu installierter Leistung. In Deutschland konnte mit 2.233 Megawatt neu installierter Leistung nun die 20.000 Megawatt-Marke überschritten werden. In Spanien wurden 1.587 Megawatt, in Indien 1.840 Megawatt und in China 1.347 Megawatt neu installiert.

Die neuen Windenergieinstallationen in den EU-10 Ländern verdreifachten sich von 60 MW im Jahr 2005 auf 183 MW im folgenden Jahr. Dazu trugen hauptsächlich Polen, Litauen und Ungarn bei. Bulgarien installierte 22 MW, während Rumänien 1,3 MW anschloss. Acht EU-Länder verfügen inzwischen über eine installierte Windenergiekapazität von über 1.000 MW.

Die deutsche Windindustrie hat laut VDMA am globalen Wachstum erheblichen Anteil. So seien die deutschen Maschinenbauunternehmen mit Ihrer Produktion in Deutschland mit rund 40 Prozent am weltweiten Gesamtumsatz beteiligt. Der Inlandsmarkt beträgt demgegenüber nur noch rund 15 Prozent des weltweiten Marktes. "Damit zeigt sich deutlich, dass sich die Zukunftsinvestitionen in die deutsche Windindustrie gelohnt haben", so Herdan weiter. Auch der Exportanteil der deutschen Industrie konnte in 2006 mit rund 75 Prozent deutlich gesteigert werden.

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