Ländlicher Raum profitiert

Windenergie steigert Gewerbesteuereinnahmen in Norddeutschland

Die Windenergie sorgt in den norddeutschen Kommunen für wachsende Steuereinnahmen. Windparks trügen in manchen Gemeinden bis zu 45 Prozent zum Gewerbesteueraufkommen bei, sagte der Vizepräsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), Hermann Albers, heute in Schwerin.

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Schwerin (ddp/sm) - Das sei das Ergebnis einer vom Verband in Auftrag gegebenen Studie des Prognos-Instituts. Danach erbringe jedes Megawatt installierte Windenergieleistung über eine Laufzeit von 20 Jahre betrachtet mehr als 100 000 Euro an Gewerbesteuern. In den norddeutschen Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen drehen sich den Angaben zufolge zurzeit Windkraftanlagen mit fast 8500 Megawatt Leistung.

Vor allem die ländlich geprägten Regionen und deren Gemeinden profitierten vom deutschen Windenergie-Boom, betonte Albers. Auf dem Land stelle die Windenergie bereits einen unverzichtbaren Posten bei den Einnahmen. In Landkreisen wie Nordwestmecklenburg, Krummhörn, Dithmarschen oder Nordfriesland trage die Windenergie rund fünf Prozent zum Gewerbesteueraufkommen bei, in einzelnen Gemeinden wie etwa Husum bis zu 45 Prozent.

89 Prozent der durch Windkraft erzielten Gewerbesteuerzahlungen gehen laut Prognos-Studie an die Standortgemeinden. 2004 ergaben sich demnach für Norddeutschland Gewerbesteuereinnahmen von rund 15,5 Millionen Euro. Davon entfielen 7,8 Millionen Euro auf das Land Niedersachsen, 5,8 Millionen Euro gingen an Gemeinden in Schleswig-Holstein und 1,6 Millionen Euro verblieben in Mecklenburg-Vorpommern. Der Verband prognostizierte weiter steigende Einnahmen.

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