Ziele

Windenergie soll bis 2020 16 Prozent des europaweiten Stroms liefern

Die Windenergie-Branche hat in Mailand ehrgeizige Ziele formuliert: Bis zum Jahr 2020 könnte bis zu 16 Prozent des Stroms in Europa aus Windkraft stammen, hat EWEA-Präsident Zervos als Ziel vorgegeben. Die Mailänder Windkonferenz läuft noch bis Donnerstag, 10. Mai.

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Mailand (red) - "Windenergie wird einen Hauptbetrag beim Erreichen des Ziels, dass 20 Prozent der Gesamtenergieversorgung der Europäischen Union bis zum Jahr 2020 aus erneuerbaren Quellen stammen soll, leisten", so Arthouros Zervos, Präsident der European Wind Energy Association (EWEA). Im März hatten sich in Brüssel Staatsoberhäupter und Regierung der EU für ein bindendes Ziel von 20 Prozent erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 verständigt.

Derzeit erzeugt Europa allerdings erst drei Prozent seiner Elektrizität aus Windenergie, die von 50.000 Megawatt (MW) eingerichteter Kapazität produziert werden. Im letzten Jahr gab es mit dem Bau von neuen Windfarmen mit über 7.500 MW-Leistung einen Rekord. Bis zum Jahr 2020 könnten 180.000 MW in Betrieb sein, hofft die Windindustrie.

Laut Zervos war rund ein Drittel der neuen, in Europa zwischen 2002 und 2006 eingerichteten Erzeugungskapazität Windenergie; dabei sei die Ausweitung des Marktes über die Stammländer Deutschland, Spanien und Dänemark hinaus ein entscheidender Faktor: "Heute gibt es in Europa 50.000 MW an eingerichteter Windkapazität. In einem durchschnittlichen Windjahr produzieren diese zirka 100 TWh Strom, was 3,3 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in der EU entspricht. Wenn wir eine Kapazität von 180 GW bis zum Jahr 2020 erreichen, wird diese über 500 TWh Strom pro Jahr produzieren, was eine fünffache Steigerung im Vergleich zur heutigen Produktion bedeuten würde", so Professor Zervos.

Es wird erwartet, dass bis zu 3000 Menschen an der viertägigen, von der EWEA organisierten Konferenz teilnehmen, die im Milano Convention Center bis zum 10. Mai stattfindet.