Zusammenschluss

Windenergie: Konsortium für Offshore-Projekte in der Ostsee

Unter dem Dach der Offshore Technologie Projektentwicklungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (OTP) haben sich renommierte Unternehmen zusammengeschlossen, die sich gemeinsam um den Bau von Meereswindparks vor der deutschen Ostseeküste bewerben wollen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Rostock (ddp-nrd) - Neben dem Rostocker Ingenieurbüro Warnow Design, das wirtschaftliche Bemessungskonzepte für maritime Projekte entwickelt, gehören mehrere Zulieferer zu dem Konsortium.

Als Lieferant für Schaltanlagen und Transformatoren konnte die Firma Siemens Wind Power ins Boot geholt werden, die schon an Windparks vor Dänemark mitgebaut hat. Entsprechende Seekabel sollen von Nexans Deutschland Industries kommen. Für die Fundamente steht die Erndtebrücker Eisenwerk GmbH (EEW) aus Nordrhein-Westfalen in der Pflicht, die im Hafen Rostock eine Niederlassung plant.

KGW Schwerin soll entsprechende Türme liefern, die von der Firma Mühlhan konserviert werden. Plattformen könnten vom norwegischen Aker-Konzern bereitgestellt werden. Die Installation der Windenergieanlagen auf See will die dänische Spezialreederei A2SEA übernehmen. Sie verfügt über zwei weltweit einzigartige Spezialschiffe, die sich mit Stelzen in bis zu 25 Meter tiefem Wasser aufrichten können.

Europaweit sind inzwischen 25 Offshore-Parks in Betrieb, darunter acht vor der dänischen und sieben vor der britischen Küste. Weitere Projekte liefern Strom aus Seegebieten vor Schweden (vier), den Niederlanden (drei), Deutschland (zwei) und Irland (eins) in die Energienetze an Land.

Die Branche steht nach Angaben der Windprojekt Ingenieur- und Projektentwicklungsgesellschaft aus Rostock vor dem Durchbruch. Geplant seien insgesamt mindestens 92 weitere Windparks auf See. Mit 39 geplanten Offshore-Anlagen wird die deutsche Küste den größten Bauboom erleben, 17 von ihnen wurden inzwischen genehmigt, darunter drei Ostsee-Projekte. Während Dänemark nur noch den Bau von zwei neuen Windparks ins Auge fasst, sollen vor Großbritannien 22 und vor Schweden elf weitere Projekte entstehen. Weitere Anlagen sind vor den Küsten Irlands, Spaniens, Frankreichs und den Niederlanden vorgesehen.