8,5 Millionen Euro

Wilder Kohleabbau sorgt für große Sicherungsaktion in Mülheim

Nach rund 20 Monaten ist in Mülheim an der Ruhr die vermutlich teuerste Sicherungsaktion des deutschen Bergbaus zu Ende gegangen. Anlass waren zahlreiche Hohlräume, die durch wilden Kohleabbau entstanden sind. Sie wurden mit Beton gefüllt um Bergschäden zu vermeiden.

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Mülheim/Ruhr (ddp-nrw). Wie der Sprecher der Abteilung Bergbau und Energie bei der Bezirksregierung Arnsberg, Andreas Nörthen, am Mittwoch sagte, mussten wegen des wilden, oberflächennahen Abbaus von Kohle rund 3500 Tonnen Beton in den Boden gepumpt werden. Die Kosten für die Aktion belaufen sich auf rund 8,5 Millionen Euro.

Nach Angaben von Nörthen war in einer Mülheimer Straße Mitte 2004 zunächst ein kleiner Bergschaden festgestellt worden. Bei den folgenden Untersuchungen und Probebohrungen wurden immer weitere Hohlräume entdeckt. Zudem mussten die Sicherungsarbeiten mit besonderer Vorsicht vor sich gehen, da das betroffene Areal an einem Hang liegt.

Laut Nörthen mussten für die Sicherungsaktion Bohrungen in einer Gesamtlänge von 25 Kilometern durchgeführt werden. Dabei wurde der Boden in einer Tiefe von jeweils 30 bis 50 Metern nach Hohlräumen untersucht.