Zielgerade

Wiederaufbau der Strommasten im Münsterland kommt voran

Rund vier Monate nach der Schneekatastrophe im Münsterland befindet sich der Wiederaufbau der beschädigten Strommasten nach Angaben von RWE Westfalen-Weser-Ems auf der Zielgeraden. Gleichzeitig gab der Versorger die Steigerung der Umsatzerlöse um fast neun Prozent bekannt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dortmund (ddp-nrw/sm) - Zwei Leitungsstrecken seien bereits vor Weihnachten ersetzt und weitere Arbeiten in den ersten drei Monaten dieses Jahres vorgenommen worden, teilte das Unternehmen in Dortmund mit.

Auf der am stärksten betroffenen Strecke von Gronau nach Metelen hätten die Arbeiten Mitte März begonnen und sollten bis zum Sommer andauern. Hier sollen 57 Masten neu aufgestellt und 112 Kilometer Leiterseile gezogen werden. Allein für diese Maßnahme beliefen sich die Kosten voraussichtlich auf 6,3 Millionen Euro.

Das Unternehmen hat den weiteren Angaben zufolge seine Umsatzerlöse im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent auf knapp 5,1 Milliarden Euro im Vergleich zu 2004 steigern können. Das betriebliche Ergebnis sei trotz der Schneekatastrophe um 0,7 Prozent auf 307,1 Millionen Euro geklettert. Der Stromabsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent an. Der Gasabsatz sei hingegen um 5,9 Prozent zurückgegangen.

Ende November vergangenen Jahres waren nach massiven Schneefällen im Münsterland 82 Strommasten von RWE umgeknickt. Als Folge mussten bis zu 250 000 Menschen zum Teil mehrere Tage ohne Strom ausharren. Ursache für das Ereignis war laut einem von RWE in Auftrag gegebenen Gutachten eine "in diesem Ausmaß in NRW bisher nicht beobachtete außergewöhnliche Wetterlage".