Stromverbrauch des Internets

Wie viel CO2 entsteht bei einer Suchanfrage bei Google?

Pro Suchanfrage bei Google wird umgerechnet eine CO2-Emission im Milligrammbereich verursacht. Im Einzelfall erscheint das natürlich wenig, aber wenn man bedenkt, dass allein im März in den USA neun Milliarden Suchanfragen gezählt wurden, entsteht doch ein enormer CO2-Ausstoß.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

London (red) – Der Stromverbrauch des Internets ist viel zu hoch, so die britische Zeitung "Guardian". Jeder Text, jedes Bild oder Video, das geladen wird, verbraucht Strom. Aus diesen Suchanfragen entstehen hohe Stromkosten für Online-Anbieter, so die britische Zeitung. Der Stromverbrauch stellt aber nicht nur eine finanzielle Belastung der Unternehmen, sondern auch eine Umweltbelastung dar.

200 Milligramm CO2 pro Suchanfrage

Auf eine Suchanfrage bei Google kommt laut "The Scientist" ein Ausstoß von 200 Milligramm CO2. Das mag in der Einzelbetrachtung nicht viel sein, aber im März sollen allein in den USA über neun Milliarden Suchanfragen an Google gestartet worden sein, Tendenz steigend, berichtet die "Comscore". Umgerechnet ist der CO2-Austoß bei 1000 Suchanfragen Internet genauso groß wie bei einer Autofahrt von einem Kilometer.

Wie viel das Netz wirklich verbraucht

Wie viel Strom bei Suchanfragen wirklich verbraucht wurde, rechnete die US-Umweltbehörde für 2006 aus. In amerikanischen Rechenzentren wurden so 61 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Und es werden jährlich mehr. Das wäre genug Energie, um ganz Großbritannien zwei Monate lang mit Strom zu versorgen. Schätzungen zufolge wächst das Internet jährlich um zehn Prozent.

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