Tipps

Wie man vom Keller bis zum Dach Energiekosten senkt

Das Magazin Reader's Digest gibt in seiner November-Ausgabe nützliche Tipps zum Energiesparen. Schon mit kleinen Handgriffen lassen sich die Kosten Schritt für Schritt reduzieren. Es geht u.a. um richtiges Lüften, Dämmen und Heizen. Zudem wird die Anschaffung stromsparender Elektrogeräte empfohlen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - So rät das Magazin, im Winter bereits bei Einbruch der Dunkelheit eventuell vorhandene Rolläden herunterzulassen. Damit würden Energieverluste über die Fenster um bis zu 20 Prozent gesenkt. Allein Vorhänge könnten bis zu zehn Prozent Heizenergie einsparen. Und mit Dichtungsprofilen aus dem Baumarkt könne noch mehr erreicht werden.

Auch auf das richtige Lüften wird in dem Artikel hingewiesen: Kurz und kräftig Durchlüften, statt die Fenster stundenlang gekippt lassen. Und die Räume sollten nicht überheizt werden, da jedes Grad weniger etwa sechs Prozent Heizenergie spare.

Aufwändiger sei die richtige Wärmedämmumg des Gebäudes. So genannte Verbundsysteme, die auf den Altputz geklebt oder gedübelt werden, bewirken bis zu zehn Euro Ersparnis pro Quadratmeter, so Reader's Digest. Möglich wäre auch die preiswertere Innendämmung. Sie sei aber auch problematischer, weil sich Schimmel bilden könne.

Weiterhin solle man sich auf die Suche nach Stromfressern machen. Elektrische Heizlüfter und Radiatoren gehörten genauso ausgemustert wie alte Kühl- und Gefrierschränke. Diese verbrauchten bis zu 40 Prozent mehr Energie als neue Geräte. Allerdings: "Schnäppchen mit hohen Folgekosten lohnen sich nicht mal geschenkt", warnt Klaus Michael vom Niedrig-Energie-Institut in Detmold. Sein Rat: Wer sich für eine Anschaffung entschieden hat, sollte auf das EU-Label achten, das mit sieben farbigen Pfeilen und einer Buchstabenkombination über die Energieeffizienz des Gerätes informiert. Vorteilhaft sei ein Gerät mit einem grünen Pfeil und der Kennzeichnung A++ oder A+.

Daneben zählt das Magazin weitere Beispiele auf, die helfen, Geld zu sparen: zum Beispiel garen Speisen im Schnellkochtopf schneller als im herkömmlichen Topf. Auch der Eierkocher helfe, rund 50 Prozent der Energiekosten zu senken, die man sonst im herkömmlichen Topf benötigt. Ähnliches gilt beim Thema Glühlampen. Energiesparlampen verbrauchen bei gleicher Helligkeit rund 80 Prozent weniger Strom und brennen bis zu acht Mal länger als herkömmliche Glühlampen. Wer seine Stereoanlage, seinen DVD-Player, Computer oder andere technische Geräte über Tage hinweg nicht braucht, sollte sie nicht im Stand-by-Modus belassen, sondern alle Geräte an eine Mehrfachsteckdose mit zentralem Ausschalter anschließen. Ersparnis pro Jahr laut Experten: rund 85 Euro.

Energieexperten wie Franz-Georg Rips, Direktor des Deutschen Mieterbundes, raten den Verbrauchern, das Thema Energiesparen ernst zu nehmen. "Die Nebenkosten für Energie sind in den letzten fünf Jahren um 30 Prozent in die Höhe geschnellt", sagt Rips und warnt: "Das Ende der Preisspirale ist noch längst nicht erreicht."

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