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Wie man sichere Elektrogeräte erkennt

Vermeintliche Schnäppchen unter den Elektrogeräten können gefährlich werden - Stromschläge oder Brände drohen. Das gilt insbesondere für solche Läden, die häufig importierte Billigware verkaufen. Manches davon dürfte hier nicht mal auf dem Markt sein; und nicht jedes Prüfsiegel ist aussagekräftig.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (dapd/red) - Ralf Diekmann vom TÜV Rheinland in Köln empfiehlt, auf Qualitätsware zu setzen und vorzugsweise Markenware, auf jeden Fall aber bei "sicheren Quellen" einzukaufen: "Große Handelsketten haben einen Ruf zu verlieren, deshalb achten sie darauf, dass die Produkte den allgemeinen Vorschriften entsprechen. Und wenn doch etwas passieren sollte, hat man eher die Möglichkeit zu reklamieren und Schadensersatzansprüche geltend zu machen."

Produkte, bei denen Verpackungsbeschriftung, Warnhinweise und Gebrauchsanweisung nicht in deutscher Sprache vorliegen, sollte man besser im Laden lassen, warnt der TÜV-Rheinland-Experte: Diese dürften in Deutschland gar nicht auf dem Markt sein. "Außerdem sollte man seinen Sinnen und seinem gesunden Menschenverstand vertrauen: Hat das Produkt scharfe Kanten, schauen Kabel raus, riecht es merkwürdig? All das sind Hinweise darauf, dass der Hersteller nicht allzu sorgfältig arbeitet und man von diesem vermeintlichen Schnäppchen besser die Finger lässt", empfiehlt Diekmann.

Hilfreich für den Verbraucher seien Prüfsiegel: "Vor allem das GS-Zeichen hat sich durchgesetzt. Es zeigt, dass das Produkt von einer unabhängigen Prüforganisation getestet wurde. Auch die Produktionsbedingungen werden dabei überprüft - für Produkte, die mit Kinderarbeit oder unter Verstoß gegen Arbeitsschutzbestimmungen entstehen, gibt es kein GS-Siegel", erläutert der TÜV-Rheinland-Experte. Wenig Aussagekraft habe hingegen das CE-Zeichen: "Das ist eine Selbstverpflichtung des Händlers oder Importeurs, sich an die europäischen Richtlinien zu halten. Das kann man glauben - oder auch nicht."