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24.08.2011, 09:28 Uhr

Strom-News

Forschung

Wie das Stromnetz der Zukunft aussieht

Wie unser Stromnetz im Jahr 2037 aussieht, hat jetzt die Technische Universität in Berlin untersucht. Dabei ging es vor allem darum, welche Bedeutung ein intelligentes Stromnetz für Berlin haben könnte. Fazit: Für die Energiewende ist ein intelligentes Netz unverzichtbar.

Windrad;Windkraft;Windenergie Speicher sollen Schwankungen aus Wind- und Sonnenkraft ausgleichen. Berlin (red) - Die Studie wurde gemeinsam mit den Unternehmen Siemens und Vattenfall Europe durchgeführt. Nach der Studie könnte die Stadt bereits bei der 800-Jahr-Feier der Universität im Jahr 2037 die Nutzung von regenerativ erzeugtem Strom mittels eines intelligenten Stromnetzes um 23 Prozent steigern. Berlin könnte dadurch den Anteil der CO2-freien Stromversorgung auf insgesamt fast 60 Prozent erhöhen. Ein intelligentes Stromnetz wird in Zukunft unabdingbar sein, fanden die Forscher heraus: Durch den stark forcierten Ausbau erneuerbarer Energien wird es in Zukunft immer öfter passieren, dass regenerative Energie ungenutzt bleibt. Das liegt daran, dass nicht zu jeder Zeit ein entsprechender Strombedarf herrscht und zudem auch die Einspeisung der Energie aus regenerativen Quellen nicht konstant ist.

Smart Buildings und Elektroautos

Umgekehrt kann es auch zu einer hohen Nachfrage bei gleichzeitig geringen Mengen an vorhandener Energie kommen. Hier greift das sogenannte "Smart Grid" - ein intelligentes Stromnetz. Hiermit lassen sich die Leistungsschwankungen von Wind- und Solarkraft ausgleichen, so dass die regenerative Energie besser genutzt werden kann. Dafür soll es beispielsweise bei Elektroautos in Zukunft möglich sein, die regenerative Energie zu speichern und so den CO2-Ausstoß, zu dem es beim ungeregelten Laden kommt, um 14 Prozent abzusenken. Ähnliches soll auch bei Gebäuden und Elektrogeräten möglich werden.

Dafür benötigt wird eine intelligente Technik und Gebäudeautomation. So kann regenerative Energie - die beispeilsweise von Windrädern erzeugt wird - gespeichert und dann abgegeben werden, wenn sie gebraucht wird. Werden nun große Mengen an regenerativer Energie produziert, gehen diese nicht mehr ungenutzt verloren.

Smart Grid würde auch in anderen Städten funktionieren

Neben den intelligenten Stromabnehmern müssen aber auch die Zuleitungssysteme umgerüstet werden. So sollen in Zukunft innerhalb des Smart Grid die dezentralen Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung, wie beispielsweise Solaranlagen, Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen, mittels Datenleitung zu einem sogenannten virtuellen Kraftwerk verknüpft werden. So können Schwankungen des Strombedarfs oder der Stromproduktion aus Wind und Sonne ausgeglichen werden. Die Ergebnisse der Studie lassen sich übrigens auch auf andere deutsche Städte anwenden.

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