Eigene Windparks

Wie Bürger ihre Energieversorgung selbst in die Hand nehmen

Während die Politik über die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken streitet, schaffen immer mehr Menschen Fakten mit ihrer ganz privaten Energiewende. Ein TV-Magazin berichtet über verschiedene Initiativen, die eine umweltfreundliche Energieversorgung selbst in die Hand genommen haben.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Mainz (red) - Die ZDF-"Länderspiegel"-Reportage "Sonne, Wind und Biogas - Wie die Deutschen die Energiewende anpacken" am Samstag, 24. Juli 2010, 17.20 Uhr, berichtet über Initiativen von Aachen bis Görlitz, von Flensburg bis Garmisch. Wissenschaftler sprechen von einer "Volksbewegung Energie". Allen Projekten ist gemeinsam: Die Bürger wollen umweltfreundliche Energiequellen nutzen und selbst über ihre Vorhaben entscheiden. Und: Der Ökostrom muss sich rechnen - über kurz oder lang.

Die "Länderspiegel"-Reporter Isabelle Tümena, Martin Cordes, Jo Schück und Cornelia Donath haben laut ZDF die neuen Energie-Macher in ganz Deutschland besucht. Im hessischen Burgjoß besuchen sie eine Gemeinde, die sich ganz in Eigenregie ein Fernwärmenetz mit einem gemeinsamen Holzhackschnitzelwerk baut. Der Frisör im Ort hatte die Idee und konnte seine Mitbürger von den Vorteilen überzeugen.

Auf Pellworm stellt sich eine ganze Nordseeinsel den neuen Energiezeiten - inklusive Urlaubern, die ganz entspannt das Ökostrom Ferienziel genießen. Das "Länderspiegel"-Team trifft Bürger, die sich ihren eigenen Windpark gekauft haben oder in Großstädten zusammen mit anderen an ihrem energiesparenden Traum vom Wohnen bauen.

In Brandenburg begegnen die Reporter einem Unternehmer, der neue Arbeitsplätze geschaffen hat, indem er erneuerbares Energieholz anbaut und verarbeitet. In Bayern erleben sie ein ganzes Dorf im Solarboom. Neben Solarverein und Mini-Wasserkraftwerk steht dort auch ein privates "Solarkraftwerk": ein Haus mit riesigen Solarkollektoren, das sich mit der Sonne mitdreht.