Widerspruch gegen Atomtransporte abgewiesen / Greenpeace klagt gegen Bundesamt für Strahlenschutz

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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat am vergangenen Freitag den Widerspruch, den Greenpeace vor rund vier Wochen gegen die Aufnahme neuer Atomtransporte in die französische Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) La Hague eingelegt hatte, abgewiesen. Als sofortige Reaktion hat die Umweltorganisation noch am Freitag beim Verwaltungsgericht Braunschweig Klage gegen die Ablehnung des Widerspruchs eingereicht. Wegen der aufschiebenden Wirkung ist die bereits erteilte Genehmigung für mindestens acht Atomtransporte aus den Kraftwerken Philippsburg, Stade und Biblis nach Frankreich weiterhin auf Eis gelegt.


"Atomtransporte sind gefährlich, überflüssig und lassen sich durch nichts rechtfertigen", sagt Veit Bürger, Greenpeace Energieexperte. "Es ist ein Unding, dass bei Atomtransporten geltende Gesetze einfach übergangen werden. Wir werden weiterhin alles tun, um die Transporte in die Wiederaufarbeitung zu stoppen." Greenpeace hatte zusammen mit Anwohnern von möglichen Transportstrecken unter Berufung auf europäisches Recht Widerspruch gegen die Atomtransporte eingelegt.