Eis knickte Bäume und Stromleitungen

Wetterextreme führten in Thüringen zu Stromausfällen

Bis heute beseitigte die TEAG knapp 40 Störungen an Mittelspannungsleitungen und etwa 100 Störungen im Niederspannungsnetz. Absoluter Schwerpunkt der Reparatureinsätze war Südthüringen mit mehr als 70 defekten Leitungen und Ostthüringen mit 60 Störungen. In Mittel- und Nordthüringen war es dagegen nur vereinzelt zu kleineren Störungen gekommen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Extreme Witterungsbedingen lassen den Thüringer Stromnetzbetreibern und ihren Kunden keine Ruhe. Sechs Wochen nach Orkantief "Jeanette" haben Frost und Eis in Süd- und Ostthüringen am Wochenende erneut zu erheblichen Störungen in der Stromversorgung geführt. "Viele Bäume brachen durch die plötzliche Eislast wie Streichhölzer, sie stürzten in Stromleitungen, zerrissen Leiterseile oder brachten ganze Strommasten zum umstürzen", sagte ein Sprecher der TEAG Thüringer Energie AG. In der Folge waren insgesamt etwa 25 000 Kunden teilweise über längere Zeit ohne Strom.

Obwohl die TEAG alle verfügbaren Kräfte zu Reparaturarbeiten im Einsatz hat, kam es auch heute früh erneut zu Störungen im Landkreis Sonneberg. Ohne Strom waren am Mittag noch Teile von Gillersdorf und Friedersdorf sowie die Gemeinden Willmersdorf, Herschdorf, Wildensprung und Böhlen. In diesen Orten, wo etliche umgebrochene Betonmasten durch neue ersetzt werden mussten, konnte die Stromversorgung teilweise nur provisorisch durch Notstromaggregate gesichert werden. Auch in Lehesten (LK Saalfeld-Rudolstadt) war heute Morgen die Stromversorgung unterbrochen. In Remptendorf (Saale-Orla-Kreis) kam es darüber hinaus in der Nacht zum Montag zu einem Schaden an einer Hochspannungsleitung. Erschwerend wirkte sich überall bei den Reparaturarbeiten aus, dass zahlreiche Waldgebiete durch umgestürzte Bäume kaum zugänglich sind.