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Wetterderivate: Die Ampeln stehen auf Grün

Die rege Teilnahme am Workshop "WetterRisikoManagement mit WetterDerivaten" kürzlich in Hamburg zeigt das steigende Interesse an diesem Thema. Deshalb wird es in Frankfurt bald eine Neuauflage geben.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Nach der Ankündigung der Berliner Bewag über die aktive Vermarktung von Wetterderivaten und der ersten Absicherung gegen einen verregneten Sommer in Europa durch das Elektrizitätswerk Dahlenburg, trafen sich jetzt erstmals 25 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Hamburg zum "Markplatz WetterDerivate Deutschland" und dem von Hans Esser, FinanzTrainer.com, veranstalteten Workshop zu "WetterRisikoManagement mit WetterDerivaten".

"Mit diesem Zuspruch haben selbst wir nicht gerechnet", zeigte sich Hans Esser über das Interesse begeistert. Der Experte vertritt das Thema Wetterderivate schon seit nahezu zwei Jahren in Deutschland vehement. "Teilnehmer aus EVU, Industrie, Meteorologie, Finanz- und Versicherungswirtschaft zeigen sich am Thema interessiert. Unternehmen die die Frage, sind Anteile des Umsatzes und Gewinnes wetterabhängig, mit ja beantworten können - und das sind fast alle EVU's und zahlreiche andere Branchen - kommen an einem wirksamen Risikomanagement mit Wetterderivaten nicht vorbei", so Esser überzeugt. Auch die Petro Carbo Chem GmbH als international tätiger Energie- und Rohstofflieferant und Teilnehmer des Workshops sieht erhebliches Entwicklungspotential für den Einsatz von Wetterderivaten. Thomas Spinnen, Vertriebsleiter für den Bereich Energie: "Der Absatz vieler unserer Kunden ist stark wetterabhängig. Da wir als Vorlieferant hiervon auch betroffen sind, wird es zukünftig notwendig sein, ein Liefervolumen abzusichern. Durch die zunehmende Preistransparenz der Märkte und dadurch schrumpfende Margen, lässt sich eine gutes Ergebnis nur durch konstant hohe Liefermengen erzielen. Hier sind Wetterderivate mit der Möglichkeit einer Volumenabsicherung eine Grundlage für Kontinuität im Ergebnis und bieten somit Planungssicherheit für die Zukunft." "Als ideale Ergänzung zu Energiederivaten, die für die Preissicherung genutzt werden können, aber gegen wetterbedingte Volumenschwankungen nichts ausrichten", sieht Dr. Steffen Rothe, Leiter Stromhandel der Schweriner Energieunion AG, die Einsatzmöglichkeiten von Wetterderivaten.

"Der Unterschied einer Preissicherung zur einer Volumenabsicherung ist bei den meisten Markteilnehmer noch unbekannt - aber dies wird sich bald ändern", beschreibt Esser die aktuelle Situation im Hinblick auf die erheblich gestiegene Beachtung des Themas. Besonders zufrieden war der WetterRisikoExperte, der die Absicherung des Elektrizitätswerk Dahlenburg gegen einen verregneten Sommer initiierte, mit dem stark gestiegenen Interesse aus der Energiewirtschaft, wie Teilnehmer von RWE, E.ON, Nordic Powerhouse, Shell, aber auch zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen bewiesen. Esser kündigte an, dass auch eine deutsche Großbank und eine großer Versicherungskonzern in diesen Wochen aktiv in den Markt einsteigen würden. Aus diesem Grund werde es im September in Frankfurt eine Neuauflage der Veranstaltung geben. Schwerpunkt: Absicherungsgeschäfte für Strom und Gas für den kommenden Winter. Daran wird auch der DWD, Deutsche Wetterdienst, und eine renommierte Anwaltskanzlei mit einem Vortrag zu den "Rechtlichen Aspekten von Wetterderivaten" beteiligt sein.

Weitere Informationen unter www.FinanzTrainer.com.