Bedenken

Wettbewerbshüter fürchten überhöhte Erdgas-Preise

Ein Gastransit-Abkommen zwischen Polen und Russland stößt auf Argwohn der europäischen Wettbewerbshüter. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte am Dienstag in Brüssel, es gebe Bedenken hinsichtlich des Zugangs zu dem Erdgas und der Gaspreise.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (afp/red) - Die Vorbehalte in punkto Zugang und Gaspreise wurden kurz vor dem Antrittsbesuch des neuen polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski am Mittwoch in Brüssel laut.

Das bereits im Januar zwischen Russland und Polen vereinbarte Abkommen verlängert den Gastransit durch Polen nach Westeuropa bis 2045. Mit Sorge sieht die EU-Kommission die Verwaltung der Pipeline Jamal-Europa durch die Gesellschaft EuRoPol Gas, welche zu gleichen Teilen dem russischen Gasriesen Gazprom und der polnischen PGNiG gehört.

Die Wettbewerbshüter wollen verhindern, dass die beiden Unternehmen die alleinige Kontrolle über das Gas haben und damit an der Schraube für Gaspreise drehen können. Die polnischen Behörden müssen das Projekt noch genehmigen. Sie warten derzeit auf eine Stellungnahme aus Brüssel.