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BedenkenEin Gastransit-Abkommen zwischen Polen und Russland stößt auf Argwohn der europäischen Wettbewerbshüter. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte am Dienstag in Brüssel, es gebe Bedenken hinsichtlich des Zugangs zu dem Erdgas und der Gaspreise.
Brüssel (afp/red) - Die Vorbehalte in punkto Zugang und Gaspreise wurden kurz vor dem Antrittsbesuch des neuen polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski am Mittwoch in Brüssel laut.
Das bereits im Januar zwischen Russland und Polen vereinbarte Abkommen verlängert den Gastransit durch Polen nach Westeuropa bis 2045. Mit Sorge sieht die EU-Kommission die Verwaltung der Pipeline Jamal-Europa durch die Gesellschaft EuRoPol Gas, welche zu gleichen Teilen dem russischen Gasriesen Gazprom und der polnischen PGNiG gehört.
Die Wettbewerbshüter wollen verhindern, dass die beiden Unternehmen die alleinige Kontrolle über das Gas haben und damit an der Schraube für Gaspreise drehen können. Die polnischen Behörden müssen das Projekt noch genehmigen. Sie warten derzeit auf eine Stellungnahme aus Brüssel.
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Greenpeace setzt sich in der Diskussion um einen künftigen Energiemix für Erdgas als Brückentechnologie ein. "Erdgas ist die einzige Brücke, die auf lange Sicht trägt", sagte Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling am Mittwoch in Berlin. Atomenergie sei zu unflexibel und deshalb "unbrauchbar".
Deutschlands wichtigster Gaslieferant Gazprom prophezeit einen drastischen Preisanstieg bei Erdgas. "Bis 2012 ist unserer Meinung nach das Niveau der Vorkrisenzeit wieder erreicht", sagte der Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew der "Financial Times Deutschland".
Der deutsche Energieriese E.ON will eine weitere Preissenkung beim russischen Gaskonzern Gazprom erreichen. Die Gastochter Eon Ruhrgas, die der größte europäische Kunde von Gazprom ist, dränge auf neue Zugeständnisse ihres Lieferanten, sagte ein Gazprom-Mitarbeiter der russischen Zeitung "Wedomosti".
Die Energiepreis-Experten vom Verbraucherportal Verivox rechnen damit, dass die Gasversorger zum Beginn der Heizsaison am 1.Oktober flächendeckend ihre Preise erhöhen werden - unter anderem deshalb, weil in 2010 erst jeder dritte Versorger die gestiegenen Beschaffungskosten weitergegeben hat.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat die am Dienstag angekündigte Gaspreiserhöhung der Gasag kritisiert und ruft betroffene Kunden zu einem Gasanbieterwechsel auf. Die vorgesehene Preiserhöhung bedeutet laut dem Gasanbieter für eine durchschnittliche Wohnung eine jährliche Mehrbelastung von rund 70 Euro.Strompreise vergleichen
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