Frankreich an der Spitze

Westeuropa handelt mehr Strom

Wie in den vergangenen Jahren hat Frankreich mehr Strom ex- als importiert. Zudem weisen Norwegen und die Schweiz einen Exportüberschuss auf, während Italien 44 Milliarden Kilowattstunden importieren musste.

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Das Handelsvolumen im westeuropäischen Strommarkt wuchs 2000 um gut neun Prozent auf 507,6 (1999: 464,6) Milliarden Kilowattstunden. Größter Nettoexporteur unter den siebzehn westeuropäischen Ländern war wieder Frankreich mit einem Ausfuhrüberschuss von knapp 70 Milliarden Kilowattstunden. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach neuesten Erhebungen.

An zweiter Stelle beim Stromexport lag Norwegen: Die Ausfuhren überstiegen die Einfuhren um 19 Milliarden Kilowattstunden. Es folgte die Schweiz mit einem Exportüberschuss von sieben Milliarden Kilowattstunden. Die höchsten Stromimporte hatte - wie in den Vorjahren - Italien. Die Einfuhren lagen 2000 um gut 44 Milliarden Kilowattstunden über den Ausfuhren. Deutschland wies laut VDEW eine ausgeglichene Stromhandelsbilanz auf: Der Importüberschuss von etwa zwei Milliarden Kilowattstunden entsprach 0,5 Prozent der Produktion der deutschen Stromversorger.