100-Millionen-Objekt

Werk für Solar-Bürofassaden entsteht in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt soll ein Werk für die Herstellung von Solar-Büro-Fassaden entstehen. Damit sei das Land auf seinem Weg zum führenden deutschen Standort für erneuerbare Energien wieder einen großen Schritt vorangekommen, sagte Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag in Magdeburg.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/sm) In welcher Region und in welchem Ort von Sachsen-Anhalt das 100-Millionen-Objekt errichtet werden soll, solle auf Wunsch der Investoren erst zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich bekannt gegeben werden.

Die Investition wird von der Schüco International KG Bielefeld und der E.ON. AG Düsseldorf verwirklicht. Beide Unternehmen wollen die Nutzung des Sonnenstroms künftig wirtschaftlicher machen. Die dazu gegründete Gesellschaft Malibu wolle die Dünnschichttechnologie weiter vorantreiben, so dass sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis beim Einbau von Dünnschichtmodulen in die Fassade eines Hauses entscheidend verbessere, teilten die Unternehmen mit.

Schüco und E.ON sehen ein großes Potenzial bei Büro- und Verwaltungsgebäuden, die über zahlreiche Flächen verfügen, die für Photovoltaik genutzt werden können. Malibu soll diese effizienteren Dünnschichtmodule selbst weiter entwickeln und herstellen. Bereits Mitte 2008 soll mit der eigenen Produktion von Dünnschichtmodulen in Sachsen-Anhalt begonnen werden. Mit dieser Investition werden rund 150 neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. An der Malibu GmbH&Co. KG sind Schüco und E.ON mit je 50 Prozent beteiligt.