Streit

Wenn E.ON Ruhrgas übernehmen darf, wird die Ampere AG klagen

Die "Ministererlaubnis" wird heiß diskutiert: Die Ampere AG zeigt sich hinsichtlich einer Klage "wild entschlossen", wenn E.ON keine wettbewerbsfördernden Zugeständnisse mache.

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Der Berliner Energiedienstleister Ampere AG hat angekündigt, vor den Bundesgerichtshof zu ziehen, falls Bundeswirtschaftsminister Werner Müller die von E.ON geplante Mehrheitsübernahme der Ruhrgas per Ministererlaubnis gestattet. "Wir sind dazu wild entschlossen, wenn E.ON nicht weitreichende, wettbewerbsfördernde Zugeständnisse macht", sagt Ampere-Vorstand Arndt Rottenbacher in der neuen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit".

Eine juristische Prüfung habe ergeben, dass auch eine Ministererlaubnis justiziabel ist, sagt Rottenbacher. Ampere hält eine Mehrheitsübernahme der Ruhrgas durch E.ON für "verheerend".

Das Bundeskartellamt hatte den beabsichtigten Zusammenschluss im Januar untersagt. E.ON kündigte daraufhin an, einen Antrag auf Ministererlaubnis zu stellen. Bisher sei der Antrag bei Müller jedoch nicht eingegangen, berichtet "Die Zeit".