Schadensersatz

Wenn der Stromanbieter grundlos die Versorgung kappt

Mieter haben Anspruch auf Schadensersatz, wenn ungerechtfertigt der Strom abgestellt wird. Dies entschied jetzt das Amtsgericht München. Die Hausverwaltung hatte dem Stromanbieter fälschlicherweise einen Mieterwechsel mitgeteilt, woraufhin der Strom für elf Tage abgestellt wurde.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/red) – Die Hausverwaltung hatte beim Stromanbieter fälschlicherweise einen Mieterwechsel angezeigt und diesen auf Rückfrage sogar noch einmal bestätigt. Durch die Abschaltung des Stroms wurden Kühlschrank und Gefriertruhe nicht mehr gekühlt. Die Mieter waren während dieser Zeit im Urlaub und wollten die verdorbenen Lebensmittel und die Geräte ersetzt bekommen. Sie seien wegen des Schimmels und des Geruches nicht mehr benutzbar.

Verdorbene Lebensmittel werden ersetzt

Das Amtsgericht München befand, dass die Mieter einen Schadensersatzanspruch gegen die Hausverwaltung haben. Sie habe durch die falsche Mitteilung des Mieterwechsels die Ursache für das Abstellen des Stromes gesetzt. Die Mieter haben Anspruch darauf, dass die verdorbenen Lebensmittel ersetzt werden. Da die Geräte noch benutzbar seien, bestehe hier kein Recht auf Ersatz, wohl aber auf Reinigung.