Anfrage

Weniger Treibhausgase in der Landwirtschaft

Um 18 Prozent ist der Ausstoß von Methan und Lachgas in der Landwirtschaft von 1990 bis 2005 gesunken. Dies teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bündnisgrünen mit. Konkrete Vorgaben für die Bauern gibt es weiterhin nicht.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Deutschland liege weltweit an vierter Stelle hinter den USA, Russland und Frankreich bei den landwirtschaftlichen Emissionen. Allerdings fehlten in diesen Erhebungen viele asiatische sowie lateinamerikanische Länder. Weiter schreibt die Bundesregierung, dass der landwirtschaftliche Ausstoß elf Prozent an allen klimaschädlichen Emissionen in Deutschland betrage. Global läge Deutschland damit im Mittelmaß - die Schätzungen schwankten zwischen sieben und 13,5 Prozent.

Die Regierung strebt nach eigener Aussage an, die Treibhausgase weiter zu senken, hat aber keine konkreten Ziele für die Bauern. Vielmehr sollten Kohle und Öl durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden. Damit trage die Landwirtschaft zur Reduktion der Treibhausgase in anderen wirtschaftlichen Sektoren bei. In der Landwirtschaft selbst sollen beim Düngen und beim Anbau Effizienzgewinne erzielt werden, sodass weniger Schadstoffe in die Atmosphäre gelangen. Dies werde auch bei der Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes berücksichtigt, erklärt die Bundesregierung.