Keine schweren Fälle

Weniger Störfälle in deutschen Atomkraftwerken

Die Zahl der meldepflichtigen Störfälle in deutschen Atomkraftwerken ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. 2007 seien 118 Zwischenfälle gezählt worden, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Saarbrücker Zeitung".

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Eine Gesundheitsgefahr durch austretende radioaktive Stoffe habe es in keinem Fall gegeben. 2006 lag die Zahl der meldepflichtigen Ereignisse nach Angaben des Ministeriums noch bei 130, im Jahr zuvor bei 135. Weniger Störfälle als 2007 gab es laut Statistik zuletzt im Jahr 2000. Damals wurden 94 Ereignisse erfasst.

Meldepflichtige Zwischenfälle in deutschen Atomkraftwerken werden der Behörde zufolge seit 1975 dokumentiert. 106 der Zwischenfälle im vergangenen Jahr seien aus den noch laufenden Kernkraftwerken gemeldet worden, zwölf aus stillgelegten Reaktoren, sagte der Sprecher. Allein in den letzten drei Monaten 2007 wurden laut Ministeriumsbericht bundesweit 29 meldepflichtige Ereignisse gezählt. 27 der Störfälle hätten in der niedrigsten Meldekategorie gelegen. Lediglich zwei Zwischenfälle, in den Kernkraftwerken Grafenrheinfeld in Bayern und Biblis A in Hessen, seien dringlicher gewesen. In diesen Fällen gab es dem Bericht zufolge technische Probleme an Ventilen und Leitungen.

Nach Angaben des Umweltministeriums sind bundesweit noch 17 Kernkraftwerke in Betrieb. Weitere 17 Atomreaktoren sind stillgelegt.