Urheberschaft

Wem gehört der Ökostrom-Ausbau?

In den Strompreis sollen nach Ansicht des Frankfurter Zukunftsrats auch die Kosten für Klimaschäden durch Kohlekraft und die Endlagerung von Atommüll einfließen, erklärte die private Bildungsinitiative am Dienstag in Frankfurt am Main. Indes streitet man sich in Berlin über das Urheberrecht für die Energiewende.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt, Main / Berlin (dapd/red) - Deutschland müsse zudem nicht nur auf Kernkraftwerke, sondern auch auf Kohlekraftwerke verzichten, so eine weitere Fordeung des Zukunftsrates. Saubere Energie aus Kohle sei nur eine Illusion.

Alle Zusatzkosten sollten einfließen

Der Frankfurter Zukunftsrat ist ein Zusammenschluss von Unternehmern, Forschern und Wirtschaftsexperten. Mitglieder sind unter anderen der Direktor des Senckenberg Instituts und Naturmuseums, Volker Mosbrugger, und der Philosoph Peter Sloterdijk.

Streit über Erfolg bei Ökostrom-Ausbau

Unterdessen reklamieren Bundesregierung und Grüne den Erfolg beim Ausbau des Ökostroms beide für sich. Umweltminister Norbert Röttgen wertete am Dienstag das Überschreiten der 20-Prozent-Marke als Bestätigung des Regierungskurses. "Seit rund einem Jahr ist klar, dass wir konsequent und berechenbar auf Erneuerbare Energien setzen", sagte CDU-Politiker.

Ökostrom erstmals bei mehr als einem Fünftel

Erstmals deckte Ökostrom im ersten Halbjahr mehr als ein Fünftel des deutschen Bedarfs, wie am Montag bekannt wurde. Die Grünen-Bundestagsfraktion sieht das als "grünen Erfolg". Deutschland habe früh auf erneuerbare Energien gesetzt, sagte der Energieexperte Hans-Josef Fell mit Blick auf die frühere Regierungsbeteiligung der Grünen. Schwarz-Gelb warf er unambitionierte Ausbauziele vor.