Rückgang

Weltweit weniger Investitionen in Ökostrom

In erneuerbare Energien wurde 2013 weltweit weniger investiert. China zieht zum ersten Mal an die Spitze, obwohl auch dort weniger für den Ausbau ausgegeben wurde, so ein Bericht. Besonders stark rückläufig ist der Ausbau in der Solarbranche: Allein in Deutschland wurde rund 70 Prozent weniger Geld in kleinere Anlagen gesteckt.

Solarenergie Windenergie© visdia / Fotolia.com

Frankfurt/Main (dpa/red) - Der Ausbau der erneuerbaren Energien leidet einer Untersuchung zufolge weltweit unter Investitionsrückgängen. Nach einem am Montag in Frankfurt vorgelegten Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP und der Frankfurt School of Finance & Management nahm das Investitionsvolumen 2013 um 14 Prozent auf 214 Milliarden Dollar ab. Nach zweistelligen Wachstumsraten auf zuletzt 279 Milliarden Dollar im Jahr 2011 ist dies der zweite Rückgang. Bereits 2012 war das Volumen um zwölf Prozent gesunken.

Einbruch in der Solarbranche

Ein Grund dafür sei der Preisverfall in der Solarbranche, erklärte Professor Ulf Moslener vom UNEP-Kooperationszentrum an der Frankfurt School. Im Bereich Solar gab es einen Einbruch um 23 Prozent. Allein in Deutschland seien die Investitionen in kleinere Solaranlagen um 70 Prozent gefallen, erläuterte er. Unsicherheiten über künftige politische Unterstützung verzögerten zudem Investitionsentscheidungen in vielen Ländern, fügte Moslener hinzu.

China liegt vorn

Erstmals ist China Spitzenreiter beim Ausbau der grünen Technologien. Das Volumen dort sank zwar um sechs Prozent auf 56 Milliarden Dollar, lag damit aber vor Europa (48 Mrd.) und den USA (36 Mrd.). Zugleich floss auch in Entwicklungs- und Schwellenländern weniger Geld in die erneuerbaren Energien. Zuvor hatte es in diesen Ländern neun Jahre lang einen Aufwärtstrend gegeben. Schuld an dem Rückgang sei in dem Fall aber im Wesentlichen der Umstand, dass die Herstellung der Technologien weniger Kosten verursache. "Wenn die Technologien billiger werden, sinken auch die Kosten für die Projekte", sagte Moslener.

Quelle: DPA