Hintergrund

Weltweit noch kein Endlager für hochradioaktive Abfälle

Für hoch radioaktive Abfälle gibt es weltweit noch kein Endlager. Laut Bundesumweltministerium ist dieses Problem nach wie vor ungelöst. Das Wirtschaftsministerium ist dagegen der Ansicht, dass die Endlagerung "auch von insbesondere hoch radioaktiven, Wärme entwickelnden Abfällen in tiefen geologischen Formationen bereits heute technisch sicher realisiert" werden kann.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp-nrd/sm) - Union und SPD haben 2005 im Koalitionsvertrag vereinbart, in der Frage noch "in dieser Legislaturperiode zu einer Lösung zu kommen".

In Deutschland sind etwa 90 Prozent der anfallenden nuklearen Abfälle schwach- und mittelradioaktiv sowie rund 10 Prozent hoch radioaktiv. Dem Umweltministerium zufolge werden bis 2040 rund 280 000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle sowie etwa 24 000 Kubikmeter mittel- und hochaktive Abfälle anfallen.

Bisher wird hoch radioaktiver Atommüll an zentralen Zwischenlagern Ahaus, Gorleben und Lubmin sowie dezentralen Zwischenlagern an Standorten der Kernkraftwerke aufbewahrt. Eine Lösung muss es spätestens 2035 für diese Abfälle geben. Dann laufen die Aufbewahrungsgenehmigungen für die obertägigen Transportbehälterlager in Gorleben und Ahaus sowie für die Standort-Zwischenlager aus.