Fraunhofer-Forscher

Weltrekord: Kaum Energieverlust bei Solarzellen

Weltrekord am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg: Nur ein Prozent Verlust verzeichnen die Forscher bei einem neu entwickelten sogenannten Wechselrichter, wie er heute in nahezu jeder Solaranlage benötigt wird.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Freiburg (ddp/red) - Das elektronische Bauteil wandelt den von den Solarzellen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, damit die Energie ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Mit neuen Bauelementen und Verbesserungen in der Schaltungstechnik haben die Forscher nun die Verluste bei dieser Umwandlung weiter reduziert, wie das Fraunhofer-Institut ISE in Freiburg mitteilt.

Den Weltrekord maßen die Wissenschaftler an einem kompletten Wechselrichter mit allen für die Praxis relevanten Bauteilen. In weiteren Tests wollen die Forscher die Schaltungen und Taktfrequenzen noch weiter an die Anforderungen anpassen und das System schließlich in Feldtests auf seine Praxistauglichkeit hin untersuchen. Zum Einsatz kommen in dem Wechselrichter Transistoren aus Siliziumcarbid, die gegenüber herkömmlichen Siliziumbauteilen deutlich belastbarer sind.

Mehr Effizienz für Solaranlagen

Die Verluste im Wechselrichter haben einen spürbaren Einfluss auf die Gesamteffizienz von Solaranlagen, die elektrischen Strom aus Sonnenlicht erzeugen. Mit der Entwicklung wollen die Forscher daher dazu beitragen, Photovoltaikanlagen noch wirtschaftlicher zu machen.

Mit der Leistungsfähigkeit der Wechselrichter steigen auch die mit den Anlagen erwirtschafteten Erträge. Das könne die höheren Kosten der neuen Generation von Wechselrichtern wieder kompensieren, erklären die Wissenschaftler.