Nachfrage in China erhöht sich massiv

Weltölverbrauch stieg 2004 um drei Prozent

Der weltweite Mineralölverbrauch stieg 2004 um gut drei Prozent auf 3,8 Milliarden Tonnen. Dies bilanzierte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in seinem aktuellen Monatsbericht. Die höchste Zuwachsrate verzeichnete China, das mit 309 Millionen Tonnen fast 30 Millionen Tonnen (14 Prozent) mehr verbrauchte als im Vorjahr.

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Hamburg (red) - Innerhalb der letzten zehn Jahre habe China seinen Ölverbrauch um das Zweieinhalbfache erhöht, heißt es weiter. Im laufenden Jahr werde China voraussichtlich die Hälfte seines Inlandsbedarfs importieren. Sein Anteil an der Weltölnachfrage sei 2004 im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt auf gut acht Prozent gestiegen. Damit blieb China zweitgrößter Ölverbraucher hinter den USA, die nach wie vor ein Viertel des weltweit geförderten Öls konsumieren.

Der Verbrauch der USA lag mit 927 Millionen Tonnen um knapp 20 Millionen Tonnen (zwei Prozent) über dem des Vorjahres. Da gleichzeitig die Förderung zurückging, mussten die USA im vergangenen Jahr 65 Prozent ihres Ölbedarfs importieren. Vor zehn Jahren deckten sie noch die Hälfte ihres Verbrauchs mit eigener Förderung. Der einzige Staat mit hohem Ölverbrauch, in dem die Nachfrage 2004 zurückging, war Japan.

Deutschland war mit 124 Millionen Tonnen fünftgrößter Ölverbraucher. Das entspricht laut MWV einem Anteil von gut drei Prozent am Weltverbrauch. In Europa stieg die Ölnachfrage um ein Prozent auf 776 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Anteil von 21 Prozent an der Weltölnachfrage. Aus eigener Förderung könne Europa nur 37 Prozent seines Bedarfs decken.